Glossar


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Die Maifeier wurde zum „Fest der kommenden Welt“ und symbolisierte die Hoffnungen auf die Durchsetzung der sozialdemokratischen Idee. Der Erste Mai reihte sich – gemeinsam mit Bällen, Kostümfesten, Gartenfesten, Christbaumfeiern und anderen Festivitäten – in einen neuen stabilen alljährlichen Festrhythmus der politisch organisierten Arbeiterschaft.

1. Mai

Der erste Mai ist Kampf- und Feiertag der internationalen Arbeiterschaft zugleich. Er wurde von der Zweiten Internationalen in Paris 1889 als Festtag für das Proletariat bestimmt.

1968

Im Jahr 1968 spielten sich an verschiedenen Schauplätzen einschneidende Ereignisse ab, die weit über die örtliche Bedeutung hinaus, auch auf andere Kontinente ausstrahlend, Menschen involvierten, mobilisierten und Folgewirkungen zeigten.

Zu diesen Vorgängen gehörten 1968 die Studentenrevolution in Paris und in verschiedenen Städten der BRD,  der Prager Frühling und dessen Ende als Folge des Einmarsches der Truppen des Warschauer Pakts in Prag sowie die seit 1966 währende Kulturrevolution in der VR China, deren 1. Phase in diesem Jahr mit dem Ausschluss von Liu Schao-tschi von allen Ämtern endet.

Abstract
Abstracts sind Texte, die den Inhalt eines Buches/Aufsatzes komprimiert wiedergeben und dabei die wesentlichen Aussagen präsentieren. Sie richten sich eher an ein Fachpublikum und dienen der raschen Information über einen Text. Englischsprachige Abstracts sind inzwischen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der meisten fachwissenschaftlichen Zeitschriften geworden und werden auch von Fachinformationsdiensten und professionellen Abstractdiensten angeboten.
Abstractdienste
Abstractdienste sind Online-Verzeichnisse, in denen Sie Abstracts zu Zeitschriftenaufsätzen und Büchern abfragen können.
Administration
Administration im Bereich Inter- und Intranet meint allgemein die Verwaltung von Daten und der Sicherung ihres Transfers zu den berechtigten Nutzern. Das gilt für die Einrichtung und Betreuung von Servern und Netzwerken ebenso wie für die Pflege von Datenbanken und ihrer Management Systeme:
Unter Administration eines Content Management Systems versteht man die Eingabe und Verknüpfung von Inhalten. Administratoren sind entsprechend Anwender, die berechtigt sind, diese Arbeiten im System auszuführen.
Adressatenanalyse
Adressatenanalyse besorgt die für den jeweils konkreten Lernprozess relevanten Informationen, insbesondere über die TeilnehmerInnen und die durch sie geschaffenen Lehr- und Lernvoraussetzungen.
Aktivierende Methoden
Aktivierende Methoden (Mind Map, Blitzlicht etc.) dienen dazu alle am Lernprozess Beteiligten einzubeziehen und können zur Auflockerung, zur Aktivierung der Kreativität sowie zur Ideenfindung eingesetzt werden und beim Lernen behilflich sein.
Aleph
Abkürzung für Automated Library Expandable Program: Seit Ende der 1990er Jahre in Österreich verwendetes Bibliothekssystem.
Amerikanische Zitierweise
Im so genannten amerikanischen Zitiersystem werden Literatur- und Quellennachweise als Kurztitel direkt in den Fließtext geschrieben. Die dazugehörigen Volltitel werden am Ende eines Texts in einem alphabetischen Literatur-/Quellenverzeichnis platziert. Vielfach ist für Anmerkungen aber auch hier die Verwendung von Fuß-/Endnoten üblich.
Anmerkungen
In Fuß- und Endnoten finden sich nicht nur Zitate, sondern auch andere Textformen, die meist mit dem Begriff Anmerkungen zusammengefasst werden. Anmerkungen führen vom eigentlichen Haupttext und damit vom roten Faden der Argumentation weg, sind aber dennoch so wichtig, dass die meisten Autor/innen nicht auf sie verzichten wollen.
Anmerkungsapparat
Der Anmerkungsapparat eines wissenschaftlichen Texts umfasst
Nachweise über die Fundstellen/-orte der wörtlichen und sinngemäßen Quellen- und Literaturzitate
Anmerkungen, die vom Haupttext wegführen und ergänzende Details bringen.
Annotation
Eine Annotation ist eine möglichst kurze und allgemeine Charakterisierung eines Texts (Buches/Aufsatzes). Neben den Titelangaben soll sie in wenigen Zeilen (5-10 Zeilen) eine inhaltliche Buchinformation enthalten.

Bei Web-Seiten wird unter Annotation auch die Erweiterung von Texten durch Metadaten etwa durch Kommentare, Diskussionsforen und Links anderer User/innen verstanden.
Anpassungslernen
Anpassungslernen ist ein Begriff aus der Elektrotechnik oder Kybernetik wo zum Beispiel ein Thermostat als Anpassungslerner definiert ist. Der Thermostat reagiert auf Zustände wie "zu heiß" oder "zu kalt" und korrigiert die Situation, indem die Heizung ein- oder ausgeschaltet wird. Immer wenn eine Differenz zwischen Ist- und Soll-Wert festgestellt und korrigiert wird, ohne die zugrundeliegenden Werte des Systems zu verändern (seien sie individuelle, Gruppen- Zwischengruppen- organisationale- oder interorganisationale Werte), spricht man von Anpassungslernen.
Anschauungsobjekte
Unter Anschauungsobjekten versteht man in der Geschichtsdidaktik Gegenstände, aus denen historische Informationen gewonnen werden können. Dabei bezieht sich das historische Interesse auf den Gegenstand selbst, und nicht nur - wie etwa in einem Geschichtsbuch - auf Informationen, die in Form von Texten oder Bildern darin gespeichert sind.
Anschauungsobjekte sind also entweder selbst Quellen (also etwa Schriftliche Quellen, Bildliche Quellen oder Gegenständliche Quellen), oder sie können solche Quellen in gewisser Hinsicht ersetzen - also etwa Modelle.
Anwendungen und Überprüfungen
Lerneinheit im Modul Geschichtsdidaktik: Unterrichtsplanung. Anwendungen im didaktischen Sinn bezeichnen alle Formen der praktischen Erprobung oder Umsetzung von Theorien oder theoretischen Bausteinen mit dem vorrangigen Zweck, ein vertiefendes Verständnis derselben zu erlangen. Überprüfungen sind Formen der Kontrolle von Wissensaneignung, von Kompetenzaufbau oder der Entwicklung von Fertigkeiten; im weiteren Sinne auch Formen der Kontrolle des Erfolgs von Lernprozessen.
Arbeitsblatt
Ein Arbeitsblatt ist eine Unterlage für SchülerInnen, auf der ihnen Aufgaben gestellt werden. Das Spektrum an Aufgabenstellungen ist naturgemäß sehr breit; es kann von schlichten Ergänzungsübungen bis zu Anweisungen für selbständiges Arbeiten reichen. Bei der Verwendung eines Arbeitsblatts sind die Lernenden aktiv gefordert; sie sollen bisher Gelerntes nun anwenden. Je nach Aufgabenstellung können Arbeitsblätter für SchülerInnen eine Rückmeldung über ihren derzeitigen Wissensstand bieten.
Arbeitsgemeinschaften
Arbeitsgemeinschaften dienen dazu, meist interdiziplinäre, Themen in einer Lerngruppe zu bearbeiten. Guided Reading dient der Lektüre, der Analyse und der Interpretation thematisch ausgewählter Texte.
Arbeitsvertrag
Vereinbarung zwischen dem/der/den Lehrenden und den TeilnehmerInnen am Unterrichtsgeschehen. Die Vereinbarung wird in Hinblick auf die Gestaltung des Unterrichtsgeschehen getroffen und umfasst basale Regeln der Kommunikation, Vereinbarungen über Konfliktregelungsmechanismen, über die Organisation des Lernprozesses und/oder über die Prüfungsmodalitäten. Im Verlauf eines Lernprozesses ist der Arbeitsvertrag immer wieder zu erneuern bzw. in Teilaspekten neu zu gestalten.
Archiv
Ein Archiv ist eine Einrichtung zur Sammlung, Ordnung, Aufbewahrung, Verwaltung und Nutzung von meist schriftlichen und auch anderen Überresten aus dem Bereich der Verwaltung oder auch anderen öffentlichen oder privaten Institutionen.
Asyl

Asyl: Wenn einem Menschen, der in seinem Heimatland aus rassistischen, religiösen oder politischen Gründen verfolgt wird, von einem Staat Schutz und Aufnahme gewährt wird.

Asynchrone Kommunikation
Als asynchron wird eine zeitlich versetzte Kommunikation bezeichnet, Sender und Empänger sind nicht zur gleichen Zeit miteinander miteinander verbunden. Die Kommunikation über E-Mail, Mailingslisten, Diskussionsforen oder Newsgroups zählen zu den asynchronen Kommunikationsangeboten im Intra- oder Internet.
Audiovisuelle Medien
Audiovisuelle Medien (Audiomedien) sind Geräte und Verfahren, die sowohl akustische als auch optische Informationen (Töne und Bilder) übermitteln. Ihre Wahrnehmung erfolgt durch Hören (lateinisch: audire) und Sehen (lat.: videre). Einfache audiovisuelle Medien sind Video, DVD und CD-Rom.
Auditive Medien
Auditive Medien bezeichnen Medien, die akustische Signale aufnehmen und wiedergeben können, sowie Lerninhalte, die über das Gehörorgan aufgenommen werden können. Oft werden die auditiven Medien zu den audiovisuellen Medien gezählt, manchmal werden sie auch als akustische Medien bezeichnet.
Aufbau schriftlicher Arbeiten
Aufsatz in Sammelband
Bei einem Aufsatz (Artikel) in einem Sammelband handelt es sich um einen Beitrag, der von einem/einer oder mehreren Autor/innen verfasst und in einem Sammelband publiziert wurde.
Aufsatz in Zeitschrift
Bei einem Aufsatz (Artikel) in einer wissenschaftlichen Zeitschrift handelt es sich um einen Beitrag, der von einem/einer oder mehreren Autor/innen verfasst und in einer wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert wurde.
Ausgrabung
Freilegung verschütteter Überreste aus der Vergangenheit. Ausgrabungen hatten ursprünglich hauptsächlich den Zweck, Monumente des Altertums kennen zu lernen und besondere Gegenstände für museale Zwecke zu bergen. Heute bezwecken Ausgrabungen hauptsächlich die Offenlegung historisch und kulturhistorisch relevanter Befunde bzw. der Rettung bedrohter Altertümer.
Ausstellung
Ausstellungen sind Veranstaltungen, in denen Gegenstände und Objekte zu bestimmten Themen zusammengestellt, arrangiert und während eines begrenzten Zeitraumes präsentiert werden.
Auto-Cue
(dt.: Teleprompter)
Kombination eines Monitors und eines halbdurchlässigen Spiegels an einer elektronischen Kamera. Die AkteurInnen können beim Blick in die Kamera den auf dem Monitor erscheinenden Text lesen. Dieser wird entweder mit einer weiteren Kamera aufgenommen oder kommt aus einem Computer.
Bacher, Gerhard (Gerd)
*18. 11. 1925 Salzburg, Journalist ("Salzburger Volkszeitung", "Salzburger Nachrichten", "Bild-Telegraf", "Express"), Verlagsleiter (F. Molden, Wien; R. Kiesel, Salzburg), 1974-78 Medienberater des deutschen Bundeskanzlers H. Kohl, Generalintendant des ORF1967-74, 1978-86 und 1990-94. Bacher trug wesentlich zur Reform und Modernisierung des Österreichischen Rundfunks auf der Basis des Rundfunkgesetzes von 1966 sowie im Rahmen der Rundfunkgesetze von 1974 bei. Er machte den ORF zu einer international angesehenen Rundfunk- und Fernsehanstalt.
Bandkatalog
Ein Bandkatalog ist ein Bibliothekskatalog in Buchform.
Beamer
Ein Beamer dient dazu, Daten, Bilder oder Videos von einem Computer oder einem Video-Rekorder an eine Leinwand zu projizieren. Er wird anstelle eines Monitors an den Ausgang der Grafikkarte eines Computers oder eines Video-Rekorders angeschlossen. Die Lichtstärke, gemessen in Lumen (ANSI) gibt die Helligkeit des Projektors an. Die Auflösung wird in Pixel (Picture Element) gemessen; je höher die Anzahl der Pixel ist, desto besser ist die Auflösung. Standard ist der VGA-Anschluss mit 640x480 Pixel.
Begriff
Ein Begriff ist ein sprachlicher Ausdruck, der die Bedeutung eines Phänomens exakt beschreibt, eine Abstraktion, die das Wesentliche enthält. Die Definition von Begriffen erfolgt mittels einer genauen Beschreibung der verschiedenen Funktionen eines Phänomens.
Beobachtungsmatrix
Die Beobachtungsmatrix ist ein Tool zur Dokumentation von Unterricht auf der Grundlage der prozessorientierten Fachdidaktik.
Bibliographie
Eine Bibliographie ist ein Verzeichnis von Literaturangaben.
Bibliothekskatalog
Ein zumeist als Datenbank verfügbares Verzeichnis von Büchern und anderen Medien im Bestand einer Bibliothek, das in der Regel auch inhaltliche Charakterisierungen des Mediums (Schlagwörter), Angaben über den Standort (Signatur) und die Verfügbarkeit enthält.
Bild
Darstellung von Realem oder Fiktivem auf einer Fläche (z.B. Zeichnung, Fotografie; Anblick, Ansicht; Vorstellung, Eindruck). Bilder bestehen meist aus Vordergrund und Hintergrund, was meist auch mit dem Zentrum und der Peripherie des Dargestellten einhergeht.
Bildanalyse
Die Bildanalyse versucht eine Auswertung von Bildern (eines Films), um die durch die Wahl des Bildausschnitts, der Komposition und/oder der Bewegung entstandene Botschaft zu entschlüsseln.
Bildungswesen
Der Begriff "Bildungswesen" (oft auch "Bildungssystem") umfasst alle Einrichtungen, die an Bildung und Ausbildung von Lernenden beteiligt sind. In Österreich sind die Hauptträger der staatlichen Bildungsarbeit etwa: Volksschulen, Hauptschulen, Sonderschulen, Allgemeinbildende Höhere Schulen, Berufsbildende Mittlere und Höhere Schulen, Berufsschulen, Polytechnische Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien, Kollegs, ... Den Beginn eines strukturierten und durchorganisierten staatlichen Bildungswesens markiert die 1774 von Maria Theresia erlassene Schulordnung.
Der sicherlich wichtigste Betreiber nicht-staatlicher Bildungseinrichtungen ist die katholische Kirche. Daneben gibt es zahlreiche Institute und Vereine, die Schulen führen und besonders häufig die Erwachsenenbildung betreuen (Volkshochschulen, Betriebe, Gewerkschaft, ...).
Blitzlicht
Das Blitzlicht ist eine aktivierende Methode. Zu einem vorgegebenen Thema geben alle am Lernprozess Beteiligten ein kurzes Statement (Meinung, Assoziation, Ideen etc.) ab.
BlueScreen/BlueBox Verfahren
Auch Chromakey- oder Green Box-Verfahren. Trickmischverfahren zur elektronischen Hintergrundeinblendung, bei dem als Stanzfarbe jede gesättigte Farbe dienen kann. Farben, die im Vordergrundobjekt vorkommen, sollen im Stanzhintergrund vermieden werden. Da im Vordergrund häufig Personen sind, sollten Hauttöne vermieden werden. Wenn Personen mit blauer Kleidung auftauchen, wird alternativ eine Green Box (gesättigtes Grün) verwendet.
Boolesche (logische) Operatoren
Ausdrücke zur Verknüpfung von Suchbegriffen mit deren Hilfe sie Schnittmengen (Operator "and"), Vereinigungsmengen (Operator "or") sowie Exklusionsmengen (Operator "not") erhalten. Die Bezeichnung boolesche Operatoren erinnert an den englischen Mathematiker und Logiker George Boole (1815-1864).
Brainstorming
Bei der aktivierenden Methode Brainstorming werden alle Einfälle ("Geistesblitze") der Lerngruppe zu einem bestimmten Thema möglichst kurz und prägnant formuliert und zusammengetragen.
Browsen (Browsing)
Abgeleitet vom englischen Verb "to browse" (durchblättern, schmökern, sich umsehen) bezeichnet das Browsen jenes Rezeptionsverhalten, das für die Erschließung von Inhalten im World Wide Web (WWW) typisch ist: Auf der Suche nach Informationen navigiert der User durch vernetzte Hypertextsysteme und trifft dabei auch auf solche Inhalte, nach denen er nicht unbedingt gesucht hat.
Voraussetzung für das Browsen ist das WWW als weltweites Netz von Servern, die Ressourcen (Daten, Speicher, Dienste) zur Verfügung stellen und über das Hypertext Transfer Protocol (HTTP-Server) austauschen; die nichtlinearen, sondern über Hyperlinks querverweisenden Strukturen der Inhalte; sowie die Nutzung von Programmen (Browsern), die Daten von den HTTP-Servern abrufen und am Computer des Users verarbeiten und anzeigen können. Heute können die meisten Browser über PlugIns, AddOns oder Viewer auch Grafiken, Video- oder Audiodateien darstellen oder weitere Dienste zur Kommunikation im WWW (Suchdienste, E-Mailen, Onlinekonferenzen) integrieren.
Bruno Kreisky
Bruno Kreisky (22.1.1911) - (29.7.1990), österreichischer Politiker (SPÖ), 1970 - 1983 Bundeskanzler
CBT (Computer Based Training)
CBT ist die gebräuchlichste Abkürzung zur Bezeichnung von E-Learning-Anwendungen, die den Computer zur Unterstützung von Lernprozessen einsetzen. Synonyme sind Computer Based Education/ Learning/ Instruction (CBE, CBL oder CBI), Computer Aided/ Assisted Learning (CAL) oder Computerunterstütztes Lernen (CUL).
Computerunterstütztes Lernen kann den Präsenzunterricht im Klassenraum (s. a. Classroom Based Training) ergänzen oder allein zu Hause stattfinden. Die Lerninhalte befinden sich auf Datenträgern (Festplattem, CD-Rom, DVD), die Lernenden arbeiten in der Regel offline, also nicht miteinander vernetzt. CBTs bieten Möglichkeiten zum multimedialen, raum- und zeitunabhängigen und selbständigen Lernen.
CD
Compact Disc (abgekürzt CD) ist allgemein die Bezeichnung für einen Datenträger, auf dem Audiodaten (Musik, Tondokumente, ect.) oder computerlesbaren Daten in digitalisierter Form gespeichert werden können. Meist wird die Bezeichnung CD im Sinne von Audio-CD gebraucht. Eine CD, auf der Computerdaten gespeichert sind, wäre zum Beispiel die CD-ROM.
Bei der CD handelt es sich um eine Kunststoffscheibe, auf deren Unterseite in Form von Erhöhungen und Vertiefungen Informationen gespeichert sind. Das Ablesen der CD funktioniert mit Hilfe eines Laserstrahls, der die Unterseite der Scheibe abtastet.
CD-Rom
CD-ROM steht für Compact Disc – Read Only Memory, deutsch "Nur-Lese-Speicher". Dabei handelt es sich üblicherweise um einen nicht wieder beschreibbaren Datenträger, auf dem im Gegensatz zu einer herkömmlichen CD nicht nur Audiodaten, sondern generell computerlesbare Daten (Text, Ton, Bilder, Programmdaten) gespeichert sein können. Abgespielt wird die CD-ROM über das in den Computer integrierte CD-ROM-Laufwerk.
CIPAC
Abkürzung für Card-Image Public Access Catalog: Im Internet zugänglicher digitalisierter Zettelkatalog.
Classroom Based Training
Classroom Based Training meint Lehrveranstaltungen, bei denen sich Lehrende und Lernende zur gleichen Zeit im gleichen Raum aufhalten (Präsenzlehre). Geprägt wurde dieser Begriff, um einen Unterschied zu computer- oder webbasierten Lehr- und Lernformen (CBTs oder WBTs) zu markieren, die orts- und/ oder zeitunabhängig stattfinden können. Classroom Based Trainings schließen den Einsatz elektronischer Medien zur Vermittlung von Lerninhalten nicht aus: wird etwa der Unterricht im Klassenzimmer mit Lerneinheiten im Inter- oder Intranet verknüpft, folgt er dem didaktischen Konzept des Blended Learning.
Coaching
Coaching ist eine spezialisierte Variante von Supervision im Sinne von Führungs- und Leitungsberatung. Im Mittelpunkt dieses Lernprozesses steht die Reflexion der aktuellen beruflichen Situation und des beruflichen Handelns in bezug auf LernerInnen, Eltern, KollegInnen und Vorgesetzte unter Einbeziehung der jeweiligen Arbeitsaufgabe und der institutionellen Rahmenbedingungen.
Im Gegensatz zu Supervision ist das sog. Coaching sehr zielorientiert und hat jeweils die mentale und psychische Vorbereitung auf bevorstehende berufliche Herausforderungen zum Ziel.
Codierung
Eine Codierung ist die Umwandlung eines sprachlichen Ausdrucks in einen (meist numerischen) Code, zum Zwecke der besseren Rechenbarkeit des Wertes, oftmals einhergehend mit einer Kategorisierung. Dabei wird für inhaltlich gleichbedeutende Ausdrücke der selbe Code vergeben.
Content
Der englische Begriff Content (Gehalt, Aussage, Inhalt) wird für Inhalte (Texte, Bilder, Filme, Töne etc.) im World Wide Web verwendet, um diese "informationelle" Information von solchen Informationen zu unterscheiden, die für die Einrichtung ihres Trägermediums, ihrer Verknüpfungen und ihres Transfers zum User gebraucht werden (Skripte, Codes, Protokolle etc.).
Content Management System
Ein Content oder auch Hypermedia Management System ist eine webfähige, datenbankbasierende Software, mit deren Hilfe Inhalte im World Wide Web veröffentlicht und strukturiert werden können. Zur Administration der Inhalte bieten CMS benutzerfreundliche Oberflächen, die auch von programmierunkundigen Anwendern bedient werden können.
Da CMS inhaltliche Daten (Content) getrennt von medientechnischen Informationen verwalten, bleiben Programmierung, Datenbankabfragen, Ausgabe auf der Oberfläche etc. unberührt und damit stabil, wenn Inhalte erweitert oder aktualisiert werden. Umgekehrt bleiben die Inhalte erhalten, wenn etwa ein Redesign des Website erfolgen soll. CMS werden deshalb immer dann sinnvoll eingesetzt, wenn eine Publikation über längere Zeit hinweg im Netz verbleiben soll, Inhalte ständig ausgebaut, häufig aktualisiert oder von vielen Anwendern eingegeben werden müssen.
Die Grundidee des CMS ist heute für viele spezialisierte Systeme weiter entwickelt; im Bereich E-Learning gehören dazu Learning Management Systeme (LMS) oder Learning Content Management Systeme (LMCS).
Czeija, Oskar
* 5. 9. 1887 Wien, † 7. 3. 1958 ebenda, Sohn von Karl August Czeija. Mitbegründer und erster Generaldirektor (1924-38) der österreichischen Rundfunkgesellschaft . Von 8. 8. bis 12. 11. 1945 öffentlicher Verwalter des "österreichischen Rundspruchwesens" mit Sitz bei Radio Wien.
Daten
Repräsentation von Information (meist in maschinenlesbarer und –bearbeitbarer Form). Dazu wird Information nach strengen Regeln codiert, und meist in exakt definierter Struktur abgelegt (Datenbank).
Datenanalyse
Rechnerisches (meist statistisches) Verfahren zur systematischen Darstellung von Strukturen und zur Überprüfung von Zusammenhängen in großen Datenmengen.
Datenbank
Ein zentral verwaltetes System zur Speicherung, Organisation und Abfrage großer Datenmengen. Hier werden Daten nach exakt definierten Regeln abgelegt (elektronisch gespeichert) damit sie von einer Abfragesprache (meist emuliert durch ein graphische Benutzeroberfläche) nach denselben Regeln wiedergefunden und ausgegeben werden können.
Datenbanksystem
Ein Datenbanksystem ist eine Kombination von Computerprogrammen, die Organisation, Eingabe, dauerhafte Speicherung und Abfrage einer Datenbank ermöglicht.
Datenfeld
Kleinste Einheit eines Datensatzes; in bibliographischen Datenbanken z.B. Name des Autors/der Autorin, Titel oder Erscheinungsjahr.
Datenmanagement
Systematische Organisation von Daten (meist in einer Datenbank) mit dem Ziel eine möglichst optimale Nutzung zu gewährleisten.
Datensatz
Aus Datenfeldern bestehende Einheit in einer Datenbank; z.B. in einer bibliographischen Datenbank Gesamtheit der Elemente zur Erfassung eines Buchs oder eines Zeitschriftenaufsatzes.
Denkmal
Bau- oder Kunstwerk (meist eine Skulptur) zur Erinnerung an bestimmte Personen oder Ereignisse. Meist wird der Anlass des Gedenkens in begleitenden Informationen beschrieben.
Dezimalklassifikation
Ein Ordnungssystem, das das menschliche Wissen in 10 Abteilungen gliedert und diesen die Ziffern 0 - 9 zuordnet; weitere Unterteilungen werden durch nachgestellte Ziffern angezeigt.
Dias
Dias (Diapositive) sind durchsichtige positive fotografische Bilder, die auf Film hergestellt, in einen Rahmen gespannt und mit einem speziellen Diaprojektor projiziert werden. In der Schule werden Diaprojektionen überwiegend verwendet, um Abbildungen zu zeigen. Es ist aber auch möglich, Folien oder Printmedien zu fotografieren und die Diaprojektionen als Ersatz für Overheadprojektionen zu benützen. Diaprojektoren gibt es mit Stabmagazinen (siehe Abbildung) und mit Rundmagazinen. Manche Projektionsgeräte bestehen aus zwei Diaprojektoren, das ermöglicht den Übergang von zwei Bildern ohne Dunkelphase dazwischen ("Überblendung").
Dichotomie
Dichotomie bedeutet eine Gliederung nach zwei Gesichtspunkten.
Didaktik
[gr.] Die Kunst der Lehre. Seit der curricularen Wende um 1970 ein eigenständiger wissenschaftlicher Forschungs- und Lehrbereich an vielen europäischen Universitäten. Unter organisations- und kommunikationstheoretischen Gesichtspunkten die Wissenschaft von der Organisation der Lehre bzw. der dazu geeigneten Kommunikationsstrukturen. Häufig gegliedert in allgemeine Didaktik und Fachdidaktiken, z.B. die Geschichtsdidaktik.
Didaktisches Dreieck
Das von Ruth Cohn (1997) entwickelte Didaktische Dreieck beschreibt die grundsätzliche Interdependenz der drei Komponenten "LehrerIn – SchülerInnen – Thema" im Prozess des Lehrens und Lernens. Die Interdependenz zwischen dem Thema sowie den sozialen/ kommunikativen Beziehungen, die zwischen dem/r LehrerIn und einer Gruppe von SchülerInnen besteht, hat auch Relevanz für die Unterrichtsplanung. "Interdependenz" bedeutet, dass die drei Komponenten zueinander in einer Wechselwirkung stehen. Wird die eine Komponente verändert, verändern sich die Sichtweisen auf die anderen beiden Komponenen.
digitales Fernsehen

Als Digitalfernsehen bezeichnet man die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen in digitalisierter Form. Dazu werden die  analogen Bild- und Tonsignale n digitale Datenströme (Binärcodes) verwandelt.

Diplomarbeit
Bei einer Diplomarbeit handelt es sich um eine an einer Universität oder Hochschule verfasste, ungedruckte Abschlussarbeit eines/einer Autor/in.
Dissertation
Bei einer Dissertation handelt es sich um eine an einer Universität oder Hochschule verfasste, ungedruckte Abschlussarbeit eines/einer Autor/in.
Disziplin
Disziplin, als geregelter zwischenmenschlicher Umgang ist immer kontextabhängig und daher kein Wert an sich. Erst durch den Kontext und den Beobachter selbst wird Disziplin positiv oder negativ bewertet.
Doku-soap

Diese Form wurde Mitte der 90er Jahre in Großbritannien von der BBC entwickelt und bedeutet dokumentarische Mehrteiler vom "wahren Leben", die sich an der Struktur und dem Spannungsaufbau der Seifenoper orientieren, wo beispielsweise mehrere Protagonisten, deren Geschichten durch die Parallelmontage kontrastiert werden.

Dokumentarfilm
In einem Dokumentarfilm geht es um die anschauliche Darstellung von vergangenen Ereignissen oder von geschichtlichen Zusammenhängen. (Schneider, 2002b, S.367) Dokumentarfilme sind oft anschaulicher als Texte, wenn es darum geht, vergangene Lebenssituationen dokumentarisch nachzustellen.

Der Dokumentarfilm ist auch eine geeignete Präsentationsform für museale Stücke, Grabungsfunde oder bauliche Überreste, da im Dokumentarfilm gleichzeitig der Zusammenhang (Umgebung, Nutzung und Funktion des Objekts) erläutert und veranschaulicht werden können. (Schneider, 2002b, S. 373)
Dokumentation
Im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens bedeutet Dokumentation, Informationen so abzulegen, dass sie schnell und systematisch wieder gefunden und in neue Kontexte eingebaut werden können. Die unterschiedlichen Dokumentationsformen unterscheiden sich bezüglich des Aufwandes, der Wiederauffindbarkeit der Information, der Wiederverwendung und der eingesetzten Medien deutlich voneinander.
Dokumentenlieferdienst
Zumeist kostenpflichtiges Service, mit Hilfe dessen Sie z.B. eingescannte Zeitschriftenartikel als E-Mail-Attachment zugeschickt bekommen.
Dollfuß, Engelbert
* 4. 10. 1892 Texing (Gemeinde Texingtal, Niederösterreich), † 25. 7. 1934 Wien (im Bundeskanzleramt ermordet), Politiker (CS). Nach Teilnahme am 1. Weltkrieg Sekretär des Niederösterreichischen Bauernbundes, 1927 Direktor der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer, 1931 Minister für Land- und Forstwirtschaft, 1932-34 Bundeskanzler und Außenminister.

Dollfuß schaltete im März 1933 das Parlament aus, verbot 1933 die NSDAP, die Kommunistische Partei und den Republikanischen Schutzbund, 1934 nach den Februarkämpfen auch die Sozialdemokratische Partei und ließ als einzigen politischen Willensträger die Vaterländische Front zu. Er regierte mit Notverordnungen und führte das Standrecht und die Todesstrafe wegen des nationalsozialistischen Terrors ein. Er schuf mit der Maiverfassung 1934 einen autoritären Ständestaat und stützte sich vor allem auf die katholische Kirche, die Heimwehr und die Bauern. 1934 schloss er mit dem Heiligen Stuhl ein Konkordat und räumte durch die "Römische Protokolle" mit Italien und Ungarn Mussolini bedeutenden Einfluss auf die österreichische Innen- und Außenpolitik ein. Er wurde beim nationalsozialistischen Juliputsch ermordet, nachdem schon im Oktober 1933 ein Attentat auf ihn verübt worden war.
Doppelte Kontingenz
Doppelte Kontingenz: Unter ihr versteht man das Problem der metakommunikativen Ebene: Erwartungshaltungen der Interaktionspartner (Lernende erwarten von der/dem Lehrenden ein den LehrerInnen zugedachtes Rollenverhalten und vice versa), die aber jederzeit gebrochen werden können weil es nur Erwartungen und keine Gesetzmäßigkeiten sind.
Doppelte Systemreferenz
Unter ihr versteht man, dass sich das Verhalten der/des Lehrerin/s nicht nur auf einzelnen LernerInnen bezieht, sondern gleichzeitig auch auf die ganze Klasse, zu der die/der Lehrer/in auch selbst gehört. Gerade bei Konflikten ist die doppelte Systemreferenz von großer Bedeutung. Wieviel Zeit darf ein/e Lehrer/in z.B. einer/m Lerner/in auf Kosten der ganzen Klasse widmen?
Doppelte Kontingenz und Systemreferenz verkomplizieren also diese einfachen Lehr-Lern-Interaktionsdiagramme gehörig, müssen aber miteinbezogen werden, wenn man sich von Laborbedingungen lösen und realen Lehr-Lernsituationen annähern will.
(vgl. Luhmann 2002: 121f, Brunkhorst 1992: 195)
Dualer Rundfunk
System, das zwei Arten von Rundfunkorganisationsformen zulässt: die historisch gewachsene Form, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den privaten Rundfunk.
DVD
Unter DVD – Digital Versatile Disc – versteht man ein Speichermedium für Videos, die auf einem DVD-Player oder über das DVD/CD-RW-Laufwerk des Computers abgespielt werden können. Sie wird außerdem als Speichermedium für Computersoftware sowie für multimediale Anwendungen genutzt.
E-Learning
Unter dem Begriff E-Learning werden alle Formen des Lernens zusammengefasst, bei dem elektronische Geräte zum Einsatz kommen; Schwerpunkte liegen je nach methodischem Ansatz und Lernzielen auf dem Einsatz multimedialer Medien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien, die raum- und/ oder zeitunabhängige Information und Kommunikation ermöglichen.
Das Spektrum von E-Learning-Angeboten reicht von Lernprogrammen auf mobilen Datenträgern (CD-Rom, DVD) über computergestützten Unterricht, webbasierte Kurse, Wissensportale und Lernplattformen bis hin zu integrierten Systemen, die verschiedene Kompetenzprofile zusammenstellen, Daten etwa mit Enterprise-Ressource-Planning-Systemen austauschen und weiteren Informationsinteressen zur Verfügung stellen.
E-Mentoring
Das Mentorenmodell möchte generell Nachwuchs oder im Sinne der Chancengleichheit benachteiligte soziale Gruppen fördern und stellt ihnen dazu den Mentor, eine ältere oder erfahrenere "Begleit"person, zur Seite. Ein E-Mentor kann also eine Person sein, die mit Hilfe elektronischer Medien und Kommunikationsmittel als Ratgeber oder Förderer auftritt. Größere Verbreitung findet der Begriff E-Mentoring jedoch zur Charakterisierung webbasierter Bildungs- und Integrationsprogramme, die im Sinne von Portalen, Plattformen oder Netzwerken spezifische Zugänge zu Ressourcen und Kommunikationsstrukturen für den Austausch von Erfahrung und Wissen bereit stellen.
E-Moderating
Das Moderieren mit Hilfe von elektronischen Medien.
Neben dem E-Tutoring gehört das E- oder Online-Moderating zu den personell besetzten Funktionen inter- oder intranetgestützter Lernangebote. Die grundsätzliche Aufgabe, die Betreuung der Lernenden, haben beide Konzepte gemeinsam; der spezifische Schwerpunkt des E-Moderators liegt auf der Motivation der Kursteilnehmer zur aktiven Online-Kommunikation, dem Aufbau von Communities und der Moderation von asynchronen und synchronen Kommunikationssituationen in Foren, Chatrooms, Audio- oder Videokonferenzen.
E-Teaching
E-, Online- oder auch Teleteaching meint im heutigen Sprachgebrauch kaum noch das allgemeine Unterrichten durch Einsatz elektronischer (oder früher postalisch versendbarer) Medien, um Lehren und Lernen räumlich und zeitlich voneinander unabhängig stattfinden zu lassen. Der Begriff bezeichnet inzwischen mehr und mehr die direkte Audio- oder Video-Übertragung des klassischen Frontalunterrichts über Intra- oder Internet. Vorträge können so über einen Hörsaal hinaus verfolgt, Gemeinschaftsvorlesungen veranstaltet werden, aber die Kommunikation zwischen Vortragenden und Zuhörern bleibt beschränkt, etwa auf anschließende (oder von Assistenten synchron begleitete) Chats, Foren- oder E-Mail-Diskussionen. Dieses Konzept des E-Teaching leistet die Überwindung räumlicher Distanz und die Multiplikation der potentiellen Zuhörer; die Akzentuierung der Synchronizität und der "Authentizität" einer Live-Übertragung gibt ihm den Charakter eines Events. In der Praxis wird es etwa für Expertenvorträge angewendet, die im Optimalfall begleitet werden von Vor- oder Nachbereitungen in tutoriell begleiteten Kursen oder auf moderierten Plattformen.
E-Tutoring
E-, Online- oder Teletutoring im Rahmen von webbasierten E-Learning-Angeboten meint die fachliche und organisatorische Betreuung der Lernenden durch einen Tutor. Der Tutor soll weniger instruieren als vielmehr die Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens durch Kommunikationsangebote ergänzen und steht dazu über asynchrone oder synchrone Kommunikationsmittel (E-Mail, Foren, Application-Sharing, Chatrooms, Audio-/ Videokonferenzen) mit den Lernenden in Verbindung. Je nach didaktischem Konzept kann sich seine Unterstützung auf Aufbau und Moderation von Lerngruppen oder, als Ansprechperson im Bedarfsfall, auf einzelne Lernende konzentrieren. Dem Konzept des E-Tutoring verwandt - Aufgaben und Methoden können sich überschneiden - sind das E-Coaching, -Mentoring und -Moderating.
E-Zeitschrift
Elektronische Zeitschriften sind bieten im Internet ihre Texte als Volltextversionen an und sind oft kostenpflichtig.
Einkommensunterschiede

Für gleiche Arbeit erhalten Frauen nicht den gleichen Lohn wie Männer – geschätzt werden rund 10 % bis 15 % reine Lohndiskriminierung. Die Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männer erklärt sich neben der „geschlechtsspezifischen Arbeitszeitstruktur“ und der „Erwerbsunterbrechung aufgrund Familiengründung“ auch dadurch, dass Frauen oft in Branchen bzw. Berufsgruppen mit einem niedrigen Lohnniveau anzutreffen sind.

Einzelarbeit
Bei der Einzelarbeit, einer hierarchischen Lernorganisation, beschäftigen sich einzelne Lernende alleine und selbständig mit Aufgaben oder Problemstellungen.
Elektronische Zeitschriftenbibliothek
An der Universitätsbibliothek Regensburg verwaltetes Verzeichnis von nach Fachgebieten geordneten Zeitschriften, deren Inhaltsverzeichnisse bzw. Artikel Volltext im Internet zur Verfügung stehen.
Eloise

Eloise ist ein Tool zur Analyse von videografiertem Unterricht sowie historischer Filme bzw. Videos.

Endnote
Endnoten dienen dem Schreiben von Literatur- und Quellennachweisen sowie Anmerkungen. Endnotentexte umfassen den vollständigen Literaturnachweis (zumindest beim ersten Eintrag; beim zweiten und folgenden Eintrag wird oft ein Kurztitel verwendet) und werden im Text durch eine laufende hochgestellte Ziffer referenziert. Die Endnoten selbst sind am Ende eines Kapitels, Aufsatzes oder Buches platziert, meist in einer kleineren Schrift formatiert und beginnen mit der jeweiligen Endnotenziffer.
Enzyklopädie
Die klassischen Enzyklopädien haben den Anspruch, das gesamte Wissen einer Epoche darzustellen; mit zunehmender Ausdifferenzierung des Wissens gibt es auch Enzyklopädien einzelner Fachgebiete.
Episkop
Das Episkop ist gewissermaßen ein Verwandter des Overheadprojektors. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass man keine durchsichtigen Folien braucht, sondern direkt Papier, andere Printmedien oder Gegenstände an die Wand projizieren kann. Moderne Episkope werden oft auch als Visualizer bezeichnet. Sie verfügen über einen digitalen Ausgang und werden an einen Bildschirm oder einen Beamer angeschlossen.
Erkenntnis
Erkennen eines objektiven Sachverhaltes und dessen Resultat (Wissen). Erkenntnis erfolgt durch Anschauung oder Vermittlung entweder auf dem Wege der Erfahrung (a posteriori) oder auf dem Wege der reinen Vernunft (a priori).
Evaluation
In der Unterrichtsforschung Bestandteil der Entwicklung neuer, effektiverer Unterrichtsverfahren. Probleme sind, dass nicht alle Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtung quantifizierbar sind. Die Ergebnisse einer Evaluation müssen interpretiert werden, da sie Störfaktoren unterliegen können.
ExpertInnen
ExpertInnen sind Personen, die ein umfangreiches Wissen in einem Fachgebiet haben und daher in diesem Bereich kompetent sind, ihr Wissen zu teilen. Für den Geschichtsunterricht ist es denkbar, ExpertInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen einzuladen. Das können HistorikerInnen sein, aber auch SoziologInnen, PolitikerInnen, und viele mehr.
Exzerpt
In einem Exzerpt notieren Sie (auf Papier oder in einer Datei) den Aufbau und die wichtigsten Aussagen und Thesen eines Texts. Der Umfang und die Detailgenauigkeit eines Exzerpts hängen davon ab, ob Sie den Text nur für eine bestimmte Frage benötigen oder mit ihm noch in einem anderen Zusammenhang arbeiten wollen.
Fantasiereise
Fantasiereisen sind gelenkte Tagträume, die zur Entspannung, zur Lernförderung und zur Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt werden können und einen Zugang zum kreativen Denken schaffen. Sie zählen zu den aktivierenden Methoden.
Feedback
Das Wort Feedback stammt aus den Regelkreismodellen der Kybernetik und wurde über die Systemtheorie in die prozessorientierte und die konstruktivistische Didaktik eingeführt. Feedbacklernen findet statt wenn der Output (oder Teile davon) einer Lehr-Lerninteraktion als Input in das Lernsystem zurückfließt. Feedbacklernen umfasst bewusst geplante Prozesse der Unterrichtsbeobachtung, der Auswertung dieser Beobachtung sowie der Einbeziehung dieser Evaluationsergebnisse in den weiteren Lernprozess bzw. in die weitere Unterrichtsplanung.
Film
Träger visueller Information, in bewegter und (meist) akustisch hinterlegter Form. Die Bewegung wird dafür in einzelne Phasen zerlegt, die jeweils in einem Einzelbild festgehalten werden. Bei der Betrachtung von mehr als 20 Bildern pro Sekunde kann der Mensch die Einzelbilder nicht mehr wahrnehmen, so dass für ihn/sie ein Bewegungsbild entsteht. Ein Film folgt meist einer Handlung, die in einem Drehbuch beschrieben ist oder er dokumentiert ein Geschehnis.
Filmische Quellen
Filmische Quellen sind historische Aufzeichnungen, wobei sie sich wie alle anderen Quellen dadurch definieren, dass sie eine "signifikante zeitliche Differenz zwischen [...] Entstehungszeit und der gegenwärtigen Nutzung" aufweisen müssen (Pandel & Schneider, 2002a S.8). Dazu gehören sämtliche historische Aufnahmen, z.B. Wochenschauen, (NS-)Selbstdarstellungen, aber auch alte Spielfilme als Ausdruck eines bestimmten Zeitgeistes oder als Widerspiegelung von Emotionen zu einer bestimmten Zeit.
Flip-Chart
Ein Flipchart besteht aus einem dreibeinigen zusammenklappbaren Gestell mit fest aufmontierter Schreibunterlage. Auf dem Gestell wird ein Block mit Blättern von ca. 70x100 cm (DIN A 0) befestigt. Die meisten Flipcharts sind aus Metall. Die Technik, mit der der Block am Gestell befestigt ist, ist unterschiedlich: Häufig wird dazu eine Klemmschine verwendet, die für alle Papierarten passt. Verbrauchte Bögen können so einfach zurückgeklappt oder vorsichtig abgerissen werden. Es kommen aber auch Systeme vor, bei denen das Papier mit zwei Zapfen befestigt wird. Die Schreibunterlage besteht meist aus weißem Metall, sie kann also auch wie eine Weiße Tafel oder eine Magnettafel verwendet werden.
Forschendes Lernen
Bei Forschendem Lernen, einer prozessorientierten Lernorganisation sind SchülerInnen durch Suchen und Finden von Informationen, Problemlösungen etc. aktiv am Prozess historischer Forschung beteiligt. Im Geschichte- und Sozialkundeunterricht wird besonderer Wert auf den Einsatz von Oral History gelegt.
Forschungsobjekt
Gegenstand einer wissenschaftlichen Analyse. Grundsätzlich kann jedes physische bzw. virtuelle Objekt, jeder Vorgang und jeder Zustand, jeder Raum und jede Zeit zum Gegenstand der Analyse werden.
Forschungsstand
Aufbauend auf die Beschreibung eines Themas und die Klärung der individuellen Interessen und Fragestellungen lässt sich aus der neuesten Literatur der aktuelle Forschungsstand eruieren. Am besten sucht man dazu in einschlägigen Bibliotheken nach Nachschlage- und Überblickswerken zum Thema and nach Zeitschriften, die diesen Bereich abdecken. Durch die Lektüre einiger der neuesten Werke und ausgewählter, darin zitierter neuerer Forschungsliteratur lässt sich der Stand der Forschung im Themenbereich eruieren.
Fragebogen
Hilfsmittel für (meist statistische) Erhebungen, in den Sozialwissenschaften, der Psychologie u. a. zur Vereinheitlichung von schriftlichen oder mündlichen Befragungen mit dem Ziel der Erhebung von Daten für eine genau definierte Fragestellung.
Fragestellung
Nach der Klärung der individuellen Interessen und dem Einarbeiten in den Forschungsstand, werden die persönlichen Fragestellungen im wissenschaftlichen Feld positioniert und in der Folge die leitenden Erkenntnisinteressen sowie wissenschaftliche Fragestellungen definiert.
FTP-Server
Bezeichnung für einen Server im Internet, der über eine Adresse angesprochen werden kann. Web-Sites stellen Angebote im World Wide Web zur Verfügung, während FTP-Sites Dateien zum Download per FTP bereithalten. FTP ist dabei die Abkürzung für "File Transfer Protocol", d.h. das Protokoll, das den Datentransfer von Dateien über ein Netzwerk handhabt (Zitat: ilexikon.net, Zugriff: 12.9.2003)
Fußnote
Fußnoten dienen dem Schreiben von Literatur- und Quellennachweisen sowie Anmerkungen. Fußnotentexte umfassen den vollständigen Literaturnachweis (zumindest beim ersten Eintrag; beim zweiten und folgenden Eintrag wird oft ein Kurztitel verwendet) und werden im Text durch eine laufende hochgestellte Ziffer referenziert. Fußnotentexte sind am Ende einer Seite platziert, meist in einer kleineren Schrift formatiert und beginnen mit der jeweiligen Endnotenziffer.
Gegenständliche Quellen
Als gegenständliche Quellen bezeichnen wir historische Sachzeugnisse, die eine signifikante zeitliche Differenz zwischen Entstehungszeit und der gegenwärtigen Nutzung aufweisen. Dabei muss zwischen mobilen und immobilen Quellen unterschieden werden: Zu den mobilen Quellen gehören unter anderem alte Werkzeuge, Mobiliar aller Art, Schmuckstücke, Orden, Spielzeug, Kleidungsstücke u.ä., zu den immobilen Quellen gehören Überreste von Gebäuden, Denkmäler, Grabhügel, Stadtteile (z.B. Judengassen), oder erhalten gebliebene Industrie-, Dorf- und Hofanlagen u.ä. Immobile Quellen können nur vor Ort betrachtet und untersucht werden.
Gender

Gender

Sozial-kulturell konstruiertes Geschlecht zwischen Frauen und Männern, beispielsweise Rollenverhalten. Gender ist nicht „natürlich“, kann sich im Laufe der Zeit ändern und wird sowohl innerhalb einer Kultur als auch in verschiedenen Kulturen unterschiedlich konstruiert.

Gender
Gender  ist das soziale Geschlecht, das „kulturell determiniert und gesellschaftlich konstruiert" ist.
Genderkompetenz

Genderkompetenz umfasst drei große Bereiche:

  • Die Entwicklung von Sensibilität für Geschlechterverhältnisse, dazu gehört die Sensibilisierung für geschlechterbedingte Diskriminierung als eine Form von gesellschaftlicher Ungerechtigkeit
  • Das Fördern von Wissen um die Veränderbarkeit von Geschlechterrollen in Zeit und Raum
  • Das Sichbewusstwerden der eigenen Geschlechterrolle, also der selbstreflexive Zugang
Geschichtsdidaktik
Die Wissenschaft von der Entwicklung, Vermittlung und Veränderung von Geschichtsbewusstsein. In ihrer praktischen Umsetzung eng geknüpft an die Fragen des Lehrens und Lernens von Geschichte und insofern eine angewandte Kultur- und Sozialwissenschaft. Im Kanon der Geschichtswissenschaften seit der curricularen Wende in den 1970er Jahren an den meisten europäischen Universitäten als mehr oder weniger eigenständige Wissenschaft etabliert; zumeist einem problemorientierten, gesellschaftskritischen, identitätsfördernden und selbstreflexiven Denken verpflichtet.
Gesetzlicher Auftrag am Bespiel des Lehrplans für AHS
Gestaltung schriftlicher Arbeiten
Unter Gestaltung von schriftlichen Arbeiten sind sowohl Richtlinien bezüglich des inhaltichen Aufbaus als auch bezüglich der äusseren Form eines wissenschaftlichen Textes gemeint.
Die inhaltliche und formale Gestaltung von Texten sind elementare 'handwerkliche' Grundlagen, die Historikerinnen und Historikern ermöglichen, Erkenntnisse nach gängigen Standards festzuhalten und in weiterer Folge in die allgemeine wissenschaftliche Kommunikation einzuordnen.
Glossar
Glossare erläutern Begriffe, die in einem Fließtext vorkommen, dort aber nicht näher definiert werden. Als meist alfabetisch geordneter Anhang eines Buches bieten Glossare dem Leser ein nicht-lineares Element für ein erweitertes Textverständnis. In dynamischen Hypermediasystemen können Glossare leichter als im Buch direkt an den zu erklärenden Begriffen im Fließtext anknüpfen und sie als Zusatzinformation aufrufen; oder eine registerartige Verbindung von einem alfabetischen Glossar zu relevanten Textstellen schaffen.
Gläserne Decke

Gläserne Decke umschreibt die mangelnde Präsenz von Frauen in Führungspositionen.

Goebbels, Joseph
* 29.10.1897 in Reydt, † 1.5.1945 in Berlin. Studium der Germanistik, 1921 Dr. phil., 1924 Eintritt in die NSDAP, 1926 Gauleiter in Berlin. 1927 gründet Goebbels sein eigenes NS-Wochenblatt: Der Angriff. Mai 1928 Übernahme der Parteipropaganda. 13.03.33 Ernennung zum "Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda". Kurz nach dem 20.07.44 wurde er "Generalbevollmächtigter für den totalen Kriegseinsatz". Hitler bestimmte ihn zu seinem Nachfolger im Amt des Reichskanzlers, doch am 1.5.45 nahm Goebbels sich mit seiner gesamten Familie das Leben.
Grafiken
In der Gruppe von Grafiken wird zwischen Schemata und Diagrammen unterschieden.
Schemata dienen dazu, historische Zustände, Vorgänge oder Wechselbeziehungen vereinfacht darzustellen. Dazu werden grafische Symbole (z.B. Pfeile), Bilder oder Skizzen verwendet.
In Diagrammen werden Datenmengen in einem Koordinatensystem veranschaulicht. Empirisch klar definierbare und berechenbare Werte sollen in einer einfach verständlichen Weise grafisch dargestellt werden. Bei Diagrammen sind, wie bei Schemata, Generalisierungen wichtig – Einzelheiten sind sekundär. Komplizierte Sachverhalte werden in einfache Strukturen umgewandelt.
Grundlagen des Geschichtsunterrichts
Gruppenarbeit
Während einer Gruppenarbeit, einer teamorientierten Lernorganisation, bearbeitet eine Lerngruppe eigenständig ein Thema oder eine Fragestellung und bereitet die Präsentation der Ergebnisse vor.
Gruppenreflexion
Während in der individuellen Reflexion vor allem die Stärkung des Selbstbezugs im Vordergrund steht, kommt in der Gruppenreflexion die Dimension der Kommunikation in der Gruppe zur Bearbeitung. Die Gruppenreflexion ermöglicht es, die Komplexität von Störungen des Lernsystems zu bearbeiten. Die Moderation individueller Gedankengänge und das Zusammenschalten des gemeinsamen kreativen Potentials sind Basis für das Gelingen dieser Reflexion.
Guided Tour
Frei übertragen entspricht eine Guided Tour der Führung durch einen Betrieb: sie bietet konkrete Vorschläge für Navigationspfade durch ein Hypermediasystem. Guided Tours werden häufig eingesetzt, um neue User in ein kompexes System einzuführen, ihm dessen Inhalte, Strukturen und Funktionalitäten vorzustellen; um den Umgang mit unkonventionellen Navigationsinstrumenten zu üben; oder um auf neue kohärente Einheiten oder Funktionalitäten in einem bestehenden System aufmerksam zu machen.
Habilitationsschrift
Bei einer Habilitationsschrift handelt es sich um eine nach der Erlangung des Doktorats verfasste wissenschaftliche Arbeit, die Voraussetzung zur Erlangung einer Dozentur oder Professur an einer Universität ist.
Handbuch
Ein Handbuch fasst den Forschungsstand eines bestimmten Fachgebiets zusammen und gibt einen Überblick über die wichtigsten Problemstellungen einer Disziplin.
Handout
Ein Handout ist ein unterstützendes schriftliches Begleitmaterial für einen Vortrag oder ein Referat. Es soll zum einen die Lernenden davon entlasten, mitzuschreiben und zum anderen als Organisationshilfe für den Vortrag dienen.
Hard News
Hard News (dt.: Harte Nachrichten) werden im allgemeinen knapp und prägnant formuliert. Sie informieren – so weit das möglich ist – unpersönlich und sachlich über die vier W’s (was?, wer?, wann?, wo?) und befassen sich hauptsächlich mit öffentlichen Angelegenheiten von politischer, wirtschaftlicher, sozialer, wissenschaftlicher und kultureller Bedeutung.
Entwicklung der hard news: während des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861-1865). Wegen der noch großen Störanfälligkeit der Telegrafenverbindungen erreichte oft nur der Anfang eines Gefechtberichts die Redaktionen. Bei einem chronologisch aufgebauten Bericht ist also das Wesentliche nicht angekommen. Die ReporterInnen gingen deshalb dazu über:
die Nachrichten in zwei Abschnitten zu übermitteln (zuerst den "Lead" (Leitsatz, Nachrichtenkopf) und dann den "Body" (Nachrichtenkörper)
das Wichtigste im Nachrichtenkopf zusammenzufassen (Kurzinformation über die vier W’s)
Hierarchische Lernformen
Hierarchische Lernformen sind direktive Formen der Informationsweitergabe. Die Lehrperson gibt Denk- bzw. Arbeitsschritte vor, die die einzelnen Lernenden für sich nachvollziehen sollen, ohne den Unterricht aktiv mitzugestalten oder miteinander zu interagieren.
Historische Hilfswissenschaft
Als historische Hilfswissenschaften oder Grundwissenschaften werden jene Disziplinen bezeichnet, die durch ihre speziellen Methoden die Aufbereitung und Bearbeitung des Quellenmaterials ermöglichen. Zu den Hilfswissenschaften zählen neben der Paläographie u.a. die Diplomatik (Urkundenlehre), die Sphragistik (Siegelkunde), die Chronologie (Zeitrechnung), die Genealogie und historische Personenforschung, die Numismatik (Münzkunde), die Heraldik (Wappenkunde), die Epigraphik (Inschriftenkunden) sowie die Insignienkunde.
Historische Spielfilme
Historische Spielfilme unterscheiden sich von anderen Filmgenres vor allem dadurch, dass sie ein historisches "Ereignis" bzw. eine ganze Epoche zum Inhalt haben. Vom Anfang an bedienten sich Filmemacher historischer Sujets. So war einer der größten Erfolge in der zu seiner Zeit noch sehr jungen Filmgeschichte die italienische Verfilmung "Die letzten Tage von Pompeji" (1907). Einen Höhepunkt erlebte der historische Spielfilm vor allem in den 1950-er und 1960-er Jahren, wo besonders in Hollywood historische Monumental- und Kostümfilme in großer Zahl produziert wurden (zB "Quo vadis?" 1951).
Historische Szenen
Historische Szenen zählen zu den teamorientierten Lernorganisationen. SchülerInnen versetzen sich in die Geschichte, indem sie historische Situationen nachstellen, Konflikte nachempfinden etc. Komplexe Themen werden mit der eigenen Persönlichkeit verbunden und bleiben damit nichts Abstraktes oder Äußerliches mehr.
Historischer Ort
Ein Ort der Gegenstand einer historischen Analyse ist. Demnach kann grundsätzlich jeder Ort zu einem historischen Ort werden.
Historisches Spielzeug
Hypertext
Der Begriff Hypertext wurde in den sechziger Jahren von Ted Nelson allgemein für nichtsequentielles Schreiben und Lesen eingeführt. Die Grundkonzeption von Hypertext beruht darauf, dass elektronische erstellte und gespeicherte Dokumente nichtlinear verfasst und rezipiert und dadurch von den BenutzerInnen flexibel über Verknüpfungen ((Hyper)Links) abgerufen werden können. Damit entsteht ein Netzwerk elektronischer Dokumente, die miteinander in Beziehung stehen. Hypertexte sind typischerweise keine abgeschlossenen Texte; sie haben "offene Enden", an denen AutorInnen wie RezipientInnen weitere Informationsmodule anknüpfen können.
Hypothese
Unter Hypothese wird eine zunächst unbewiesene Annahme von Gesetzmässigkeiten oder Bedingungszusammenhängen verstanden, die mit Argumenten untermauert ist, deren Geltung vorerst aber nur vermutet wird. Ziel ist, die Hypothese durch Beweise zu sichern, um sie dadurch verallgemeinern zu können. In diesem Sinn können Hypothesen der Erstellung oder Ableitung von Theorien vorausgehen. Eventuell kann der Hypothese eine Antithese gegenübergestellt werden.
Hörspiele
Unter Hörspiel wird eine eigene für den Rundfunk entwickelte literarische Gattung verstanden, die sowohl dramatische als auch epische Elemente aufweist. Das dramatische Geschehen auf der Hörbühne vollzieht sich unsichtbar.
Ein geschichtliches Hörspiel definiert sich zusätzlich dadurch, dass es vergangene Ereignisse auf der Grundlage von Quellenmaterial und größtmöglicher Authentizität vergegenwärtigt und veranschaulicht.
Indikator
Ein Indikator ist ein besonderes Merkmal, das als beweiskräftiges Kennzeichen für einen spezifischen Sachverhalt geeignet ist.
Individuelle Reflexionsformen
Individuelle Reflexionsformen
beruhen auf der Verschriftlichung von Gedanken und Vorstellungen. Durch eine strukturierte Wechselbeziehung von Erinnern, Schreiben, Nachdenken und Lesen wird die Chance erhöht zu neuen Einsichten zu gelangen und die Komplexität des Unterrichtsgeschehens (wieder) sichtbar zu machen.
Inferenz
(lat.: infero; hineintragen; folgern, schließen; engl.: inference) Folgerung in Logik und natürlicher Sprache; Schluss, der vom logischen Gehalt abgeleitet oder aufgrund einer Äußerung als wahrscheinlich gezogen wird.
Information
Als Information bezeichnet man eine Auskunft, Nachricht, Unterrichtung, Belehrung, Mitteilung. Im Bereich der Informatik bedeutet Information in Form gebrachtes Wissen, wie Mitteilungen, Nachrichten, die Gegenstand von Speicherung, Verarbeitung und Übertragung sind, meist dargestellt als eine Folge von Zeichen aus einem bestimmten Zeichenvorrat.
Informationelle Einheit
information unit Ein Begriff aus der informationswissenschaftlichen Hypertexttheorie (R. Kuhlen, Hypertext. Ein nicht-lineares Medium zwischen Buch und Wissensbanken, Berlin 1991). Informationelle Einheiten sind die grundlegenden, kohäsiv geschlossenen, aber kontextoffenen Elemente eines Hypertextsystems, die über Verknüpfungen (z.B. Links) verbunden werden zu einem nicht-linearen Hypertext- bzw. Hypermedianetz - denn sie können mediales Material jeder Art enthalten. In Hypermedia oder Content Management Systemen werden informationelle Einheiten häufig als Objekte, Knoten oder Karten bezeichnet. Solche Objekte oder Knoten bestehen meist aus einem Datensatz mit mehreren Feldern, in denen der informative Teil (Content) getrennt vom relationalen und funktionellen Teil (z.B. Verlinkungen) der Daten gespeichert ist.
Informationelle Funktion
information function Ein Begriff aus der informationswissenschaftlichen Hypertexttheorie (R. Kuhlen, Hypertext. Ein nicht-lineares Medium zwischen Buch und Wissensbanken, Berlin 1991.) Informationelle Funktionen sind die Verknüpfungen, Navigations- und Orientierungsmöglichkeiten, die die informationelle Einheiten eines Hypermedia-Pools zu für den Benutzer sinnvollen und kohärenten Teilbereichen oder Pfaden verbinden.
Informationeller Mehrwert
value-added information Salopp gesagt meint informationeller Mehrwert das "Mehr", das sich einem User eröffnen kann, wenn eine Information ihren erwarteten Wert übertrifft. Dies ist z.B. der Fall, wenn er neben den gesuchten Informationen auch auf solche trifft, die diese ergänzen; oder die Aufbereitung der Information seine Rezeptionsbedürfnisse besonders genau trifft. Informationeller Mehrwert wird in Abgrenzung zu den traditionellen Medien gern und generell für das nicht-lineare, interaktive und multimediale Medium World Wide Web behauptet - und doch kennt jeder Internet-User die Situation wie schnell ein "Mehr" an Information in ein "Weniger" an Informationswert umschlagen kann. Der informationelle Mehrwert ist also weniger Kriterium für ein Medium als vielmehr wichtiges Ziel eines Informationssystems. Und obwohl über den Mehrwert letztlich immer der Rezipient entscheidet, kann ein System mit der entsprechenden Aufbereitung seiner Inhalte - ihrer Auswahl, Zugänglichkeit, Strukturierung und Kontextualisierung - auch Einfluß auf ihre Rezipierbarkeit nehmen.
Inhalt
Als Inhalt bezeichnet man die Füllung einer Form. In wissenschaftlichem Zusammenhang besteht ein Inhalt meist aus Daten oder Informationen, das in einer bestimmten Form vorliegt, egal ob es sich um einen Text, ein Bild, ein Tondokument, einen Film, strukturierte Daten, o. a. handelt. Im Gegensatz zum äußeren Erschienungsbild ist mit dem Inhalt meist die Bedeutung gemeint.
Inhalt, Thema, Content
Lerneinheit im Modul Geschichtsdidaktik: Unterrichtsplanung. Aus didaktischer Sicht ist das Thema ein Ordnungsprinzip, nach dem die Inhalte gruppiert, die Argumentation aufgebaut und das Fachwissen geordnet wird. Content (Gehalt, Aussage, Inhalt) steht für Inhalte (Texte, Bilder, Filme, Töne etc.) im World Wide Web und hat im didaktischen Sinn eine dem Inhalt vergleichbar bezeichnende und strukturierende Funktion in Lernprozessen.
Inhaltsanalyse
Methode zur objektiven, systematischen und quantitativen Beschreibung des manifesten Kommunikationsinhaltes.
Initial Teacher Training (ITT)
Erste Phase der beruflichen Qualifikation von LehrerInnen. Für die LehrerInnen der Sekundarstufen I und II findet diese Ausbildung (Initial Teacher Training, ITT) in allen europäischen Ländern zum überwiegenden Teil an Universitäten oder Pädagogischen Hochschulen statt. Nach dem Ausbildungskonzept wird zwischen konsekutivem und parallelem (consecutive, concurrent) Modell unterschieden. Beim ersten Modell folgt die didaktische und praktische Ausbildung auf eine drei- bis vierjährige fachliche Grundausbildung. Beim parallelen Modell wird eine Integration von fachlicher, (fach-)didaktischer und berufspraktischer Ausbildung angestrebt.
Innere Differenzierung
Innere Differenzierung bezeichnet Maßnahmen, die es ermöglichen, auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Leistungsfähigkeiten und Interessen von einzelnen SchülerInnen in einer Lerngruppe einzugehen.
Interaktion/Interaktivität
Die Begriffe "Interaktion", "Interaktivität", "interaktive Anwendungen" werden häufig im Zusammenhang mit Internet, CD-ROM und Multimedia verwendet. Die Bedeutung der Begriffe wird aber stark unterschiedlich gehandhabt.
Im allgemeinen Gebrauch versteht man unter "Interaktion" die Wechselbeziehung zwischen Individuen innerhalb der Gesellschaft.
Im Zusammenhang mit Neuen Medien wird darunter die Wechselbeziehung zwischen dem Benutzer und dem Medium verstanden. Dabei gibt es unterschiedliche Abstufungen, was bereits zu Interaktion zählt
1) Eine Interaktion findet bereits statt, wenn der Benutzer einen Link betätigt, d.h. eine bestimmte Auswahl trifft, und das Medium auf die Eingabe reagiert. Das wichtigste Merkmal ist dabei, dass der Benutzer den Weg und die Auswahl der Informationsbeschaffung selbst steuern kann, während zum Beispiel beim Fernsehen die Informationsübermittlung linear, d.h. von einem Anfangspunkt zu einem Endpunkt hin, verläuft.
2) Interaktiv nennt man Programme und Angebote in Offline- und Online-Medien, die in der Lage sind, mit dem Anwender zu kommunizieren. D. h., der/die NutzerIn steuert sich mit Hilfe einer Benutzerführung durch ein Programm, das auf seine Eingabe mit weiterführenden Informationen reagiert.
Diese Definition beinhaltet nicht nur, das der die BenutzerIn den Weg der Informationsbeschaffung selbst steuern kann, sondern auch, dass das Medium auf Informationseingaben des/der UserIn reagiert. Das ist zum Beispiel bei multimedialen Lernprogrammen der Fall, in denen der/die Lernende einen Text ausfüllt und eine Information erhält, ob die Eingabe falsch oder richtig ist.

Literatur:
Interaktion. In Der Neue Brockhaus: Lexikon in fünf Bänden (1991), Bd.2, S.667)
www.ilexikon.net/i/interaktion.htm iLexikon (Zugriff: 12.9.2003),
www.galileobusiness.de/glossar/gp/anzeige-81/FirstLetter-I Galileo Business (Zugriff: 12.9.2003)
Interesse
Interesse Als Interesse bezeichnet man geistige Anteilnahme, Aufmerksamkeit bzw. die Vorliebe, die jemand für eine Gegebenheit, einen Gegenstand oder eine andere Person hat. Je mehr Bedeutung man etwas beimisst, umso größer ist das Interesse der Person an etwas.
Interface
Ein Interface ist eine Schnittstelle, über die zwei verschiedene "Teilnehmer" kommunizieren und Daten austauschen. In der Regel werden mit dem Begriff technische Elemente bezeichnet wie Hardwareschnittstellen zum Anschluss von Peripheriegeräten an einen Computer, oder Softwareschnittstellen zur Kommunikation von Protokollen, Diensten und/oder Programmen.
Bezieht man den am Computer arbeitenden Menschen in die Definition ein, zählen zu den Interfaces auch die heute meist grafisch aufbereiteten Arbeitsflächen von Betriebssystemen oder die Gestaltung der interaktiven Elemente von Websites, über die der User mit seinem oder einem entfernten Rechner im World Wide Web kommuniziert.
Internet
Unter Internet versteht man ein globales Computernetzwerk, das lokale Netze und Einzelrechner miteinander verbindet.
Intertextualität
In der Text- und Diskursanalyse spricht man von "manifester Intertextualität", wenn 'fremde' Texte in einen Text eingebaut werden. Unterschieden wird die wörtliche und sinngemäße Textübernahme aus der Literatur oder aus Quellen. (Traditionellerweise sprcht man auch von Zitieren.)
Intervention
Intervention ist eine steuernde Maßnahme von Seite der Lehrenden oder Lernenden, die jene bewusst setzen, um das Unterrichtsgeschehen im Interesse der festgelegten Ziele – oder im eigene Interesse - zu organisieren. Demzufolge ist jeder Satz, jede Anweisung eine "Intervention" im Lernsystem. Intervention sollte vom Stigma des Besonderen gelöst und als normale bzw. notwendigen Maßnahme jedes Unterrichts definiert werden.
IP-Adresse
Internet Protokoll-Adresse: Aus vier durch jeweils einen Punkt getrennte Zahlengruppen bestehende nummerische Adresse (z.B.: 131.130.1.86), die jeden an das Internet angeschlossenen Computer eindeutig identifizierbar macht.
IRC
(Internet Relay Chat). Eine Technologie, die es Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht, sich mit demselben Server zu verbinden und Onlinegespräche in Echtzeit zu führen. Es gibt verschiedene Programme, die mit IRC genutzt werden können. Sie bieten dem User eine graphische Benutzeroberfläche und ermöglichen benutzerInnenfreundliches Chatten in Chatrooms.
(Zitiert nach http://www.ilexikon.net/i/interaktion.htm iLexikon Zugriff: 12.9.2003)
ISCED

ISCED (International Standard Classification of Education) wurde von der UNESCO zu Beginn der 1970-er Jahre eingeführt, um Strukturen und Daten des Bildungswesens sowohl innerhalb eines Landes als auch länderübergreifend vergleichbar zu machen.

Jahresplanung
Journal
Ein Journal ist einmal eine private Form, das individuelle Lernen zu dokumentieren und zu reflektieren; weiters ist es eine Form des (halb)öffentlichen Schreibens, da mit dem Journal auf die Produktion öffentlicher Texte (wie Kurs-, Übungs-, Seminararbeiten) abgezielt wird. Ein Journal ist damit eine Mischung aus Tagebuch und wissenschaftlichem Schreiben, in dem Ideen, Reflexionen, Sprachmaterialien für die Entstehung eines Textes (oder auch einer mündlichen Präsentation) festgehalten und gesammelt werden.
Journalistische Textsorten
Beitragsformen mit denen Nachrichtensendungen gestaltet werden.
Journalsendung
Bei der Journalsendung wird die Form wesentlich durch die ModeratorInnen bestimmt, die durch ihre Erläuterungen, Fragen oder Kommentare wesentlich das Verständnis für die Inhalte wecken oder vertiefen sollen.
Jugendschutz

Jugendschutz ist in Österreich eine Angelegenheit der Bundesländer. Alle Landtage haben daher eigene Jugendschutzgesetze beschlossen. 

Kameraeinstellung
Die Kameraeinstellung legt den Bildausschnitt fest, die Bezugsgrößen sind immer in Bezug auf das Hauptmotiv (z.B. ein Mensch) zu sehen.
Karte
Für die Geschichtswissenschaft sind vor allem zwei Arten von Karten von Bedeutung, und zwar Historische Karten und Geschichtskarten.
Historische Karten sind Karten, die Menschen in vergangenen Zeiten von der Welt angefertigt haben. Sie sind Quellen, deren Verwendung im Geschichtsunterricht besonders im Zusammenhang mit unterschiedlichen Vorstellungen von Raum interessant sein kann.
Geschichtskarten sind graphische Hilfskonstruktionen, um Raum im historischen Wandel darzustellen. Noch genauer betrachtet sind sie "maßstäblich verkleinerte, vereinfachte und verebnete Grundrissbilder historisch-geographischer Räume, in die durch Kodierung mittels kartographischer Zeichen, Symbolen und Farben Sachverhalte aus Politik, Wirtschaft und Kultur lokalisiert wurden. Sie machen die Erde, oder Teile von ihr, vergangenheitsrelevant überschaubar und fördern so eine historisch-räumliche Orientierung." (Böttcher, 2002).
Karteikarte
Auf Karteikarten können Sie wichtige Textpassagen exzerpieren oder zitieren, eigene Kommentare anfügen, Personendaten und Literaturangaben dokumentieren. Fundstellennachweise geben Ihnen die Möglichkeit, rasch zu einer bestimmten Textstelle in einem Buch zurückzukehren und sie noch einmal genauer zu studieren. Die Anlage solcher Karten fördert und intensiviert die Lesearbeit, da Sie in Texten nicht nur wichtige Informationen auffinden, sondern auch Metabegriffe in Form von Schlagworten vergeben müssen.
Kohärenz
Als Begriff der Textlinguistik bezeichnet Kohärenz den inhaltlichen und außersprachlichen Bezug zwischen Textbestandteilen, die als konzeptionell und thematisch zusammenhängender Text verstanden werden (Texttiefenstruktur). D.h. ein Text ist kohärent, wenn der Leser semantische Bezüge (einen "roten Faden") zwischen aufeinanderfolgenden Sätzen oder Absätzen herstellen kann.
Die Kohärenz von nicht-linearen Hypertexten vervielfacht sich mit der Möglichkeit, zwischen verschiedenen Lesepfaden zu wählen. Damit ist die Kohärenz von Hypertexten in besonderem Maß von der individuellen Rezeption des Lesers abhängig.
Kohäsion
Als Begriff der Textlinguistik bezeichnet Kohäsion die Verknüpfung von Textelementen durch sprachliche Mittel (Textoberfläche). D.h. ein Text ist kohäsiv, wenn er durch hinweisende Elemente (Pronomina, Adverbien, "wie ich schon ausführte" etc.) verknüpft ist.
Für Hypertexte gilt die Forderung, dass der Text einer einzelnen informationellen Einheit kohäsiv abgeschlossen, also aus sich heraus verständlich sein und keine sprachlich-grammatikalischen Elemente enthalten sollte, die über ihn hinausweisen. Kohäsion im textlinguistischen Sinn gibt es in der Hypertexttheorie also nur innerhalb eines Hypertextobjekts, Kohäsion zwischen zwei Objekten wird ggf. durch das formale Mittel des Hyperlinks hergestellt.
Kollegiale Beratung
Kollegiale Beratung dient dem Erfahrungsaustausch unter KollegInnen aber auch der gegenseitigen Ermutigung. Neben sachlicher Kritik steht bei der kollegialen Beratung Zuhören, Beraten und Ermutigen bzw. die Reflexion von Konflikten des Unterrichtsgeschehens im Vordergrund.
Kommunikation
Unter Kommunikation wird der Austausch von Information zwischen Individuen (bzw. Gruppen von Individuen) verstanden. Es handelt sich dabei um einen interaktiven Prozess, der auch Rezeption und Reaktion beinhaltet. Kommunikation erfolgt sowohl im direkten oder fernmündlichen Gespräch, als auch im Austausch von schriftlicher, bildlicher, auditiver oder filmischer Information mittels verschiedener (konventionelle und elektronische) Medien.
Kompetenz
Kompetenz umschreibt eine verinnerlichte und dauerhaft angelegte Fähigkeit, Fertigkeit und Bereitschaft Probleme zu lösen.
Konflikte
Konflikte entstehen dort, wo Interessengegensätze von einer Seite der Beteiligten nicht hingenommen werden. Interessenkonflikte können geregelt oder ungeregelt ausgetragen werden. Dabei werden die Ebenen Sachkonflikte, Beziehungskonflikte und Wertekonflikte unterschieden. In akuten Konfliktsituationen werden Supervision oder Mediation als Konfliktmanagement eingesetzt.
Konstruktivistische Didaktik
Theoretisches Konzept der Didaktik. Es baut auf den Theorien des Konstruktivismus auf und geht davon aus, dass Lehrende und Lernende gemeinsam das für das Unterrichtsgeschehen relevante Wissen erzeugen. Die Lernenden sind durch alle ihre (kommunikativen) Handlungen am Prozess des Lernens und am Prozess der Wissensgenerierung beteiligt.
Kontext
Der ein Wort oder eine Redewendung umgebende Text, durch den die Bedeutung erst klar wird. Bei den Filmen stellt er den Bedeutungszusammenhang zu den Bildern her.
Kontextoperatoren
Mithilfe von Kontextoperatoren (auch Nachbarschaftsoperatoren, englisch: proximity operators) können Sie die Reihenfolge und den Abstand (in Wörtern) von eingegebenen Suchbegriffen in den Suchergebnissen festlegen.
Kreidetafel
Fast alle gebräuchlichen Kreidetafeln haben eine dunkelgrün beschichtete Schreibfläche und sind nach oben und unten verschiebbar. In manchen Klassenzimmern besteht die Tafel aus einer ca. 200x120 cm großen Mittelfläche und zwei ausklappbaren Seitenflügeln mit verschiedenen Lineaturen, oft hängen aber auch zwei einfache, nicht klappbare Tafeln nebeneinander, die zusätzlich auch nach links und rechts geschoben werden können. Am unteren Rand einer Tafel ist oft eine Aluminiumschiene und ein Kreide- und Schwammbehälter montiert. Bei manchen klappbaren Tafeln besteht die Oberfläche eines Seitenflügels aus einer durchsichtigen, aufklappbaren Kunststofftafel, unter die Pläne, Karten o.ä. gespannt werden können, die bearbeitet werden können, indem man auf die Kunststofffläche schreibt. Gute Kreidetafeln haben eine Oberfläche aus Stahlemaille, auf der Magnete haften, und können also auch als Magnettafeln benutzt werden.
Kurrentschrift
Als Kurrentschrift (laufenden Schrift) wird die mit der Hand geschriebene Variante der sogenannten "gotischen" bzw. Frakturschrift bezeichnet, die im deutschsprachigen Raum bis in die 1940er Jahre verwendet wurde.
Kurs/Proseminararbeit
Kurs- oder Proseminararbeiten sind kleinere schriftliche ‚Einstiegsarbeiten’, die in erster Linie der Übung des wissenschaftlichen Arbeitens dienen.
Landtag

Landtage repräsentieren die Interessen der Bevölkerung des jeweiligen Bundeslandes.

Lazarsfeldschule
Paul Felix Lazarsfeld (*1901 Wien – +1976 New York), Soziologe, Matura in Wien, Studium der Mathematik und Physik, Promotion, Gymnasiallehrer, Mitglied am psychologischen Institut der Universität Wien, Initiator und wissenschaftlicher Leiter der österreichischen wirtschaftspsychologischen Forschungsstelle in Wien, lebt ab 1935 in den USA, ab 1939 Professor für Soziologie. 1963 Mitbegründer und des Instituts für Höhere Studien in Wien.
Publikationen u.a.: Die Arbeitslosen von Marienthal (1933), Radio and the printed page. Am introduction to the study of radio and its role in the communication of ideas (1940 (mit Frank Stanton), Personal influence. The part played by people in the flow of mass communication (1955 mit Elihu Katz)
Lehr-/Lernorganisation
Lehr-/Lernziele
Zentrale Begriffe der Didaktik. Lehrziele beschreiben zumeist die intentionalen Vorhaben des/der Lehrenden im Unterrichtsgeschehen, Lernziele jene der Schüler/innen oder Studierenden. In den jüngeren didaktischen Konzepten dominiert der Begriff Lernziele, der hier zumeist mit nicht-hierarchischen Formen der Lernorganisation verknüpft wird.
Lehrausgang/Exkursion
Die persönliche Konfrontation mit historischen Objekten am ursprünglichen Ort steht im Mittelpunkt von Lehrausgängen oder Exkursionen. Ganzheitliche Eindrücke erleichtern den Zugang zu historischen Phänomenen und Themen. Der Begriff Lehrausgang wird eher dem Schulbereich zugeordnet (meist maximal ein Tag). Der Begriff Exkursion (lat. Lehr- und Studienfahrt) wird vor allem im Universitätsbereich gebraucht (mehrere Tage).
Lehrbuch
Lehrbücher sind speziell für den Unterricht zusammengestellte Materialien und bilden eine wichtige Grundlage für den Unterricht – auch deshalb, weil der Staat einen großen Teil der Kosten trägt. Sie haben einen dichten Informationswert; besonders neuere Ausgaben enthalten eine Vielzahl an unterschiedlichen Bausteinen. Zum „klassischen“ Textteil kommen noch Bilder, Karten, Grafiken, schriftliche Quellen, Arbeitsaufgaben und vieles mehr.
Schulbücher müssen vom Ministerium für den Unterricht zugelassen werden. Daher spiegeln sie deutlich den geltenden Lehrplan wider. Gleichzeitig sollte ein Lehrbuch idealerweise dem jeweiligen Stand der Geschichtsforschung entsprechen.
Auf die Gestaltung von Schulbüchern üben auch wirtschaftliche Faktoren Einfluss aus. Ein Schulbuch steht in Konkurrenz zu anderen, und die Meinung der Verlage und der Öffentlichkeit spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Lehrer-Schüler-Gespräch
Das "Lehrer-Schüler-Gespräch" ist eine hierarchische Lernorganisation. Die Lehrperson stellt eine Reihe von, ihrem Gedankengang entsprechenden, Fragen an die Lernenden, die diese beantworten.
LehrerInnenausbildung
Erste Phase der beruflichen Qualifikation von LehrerInnen. Für die LehrerInnen der Sekundarstufen I und II findet diese Ausbildung (Initial Teacher Training, ITT) in allen europäischen Ländern zum überwiegenden Teil an Universitäten oder Pädagogischen Hochschulen statt. Nach dem Ausbildungskonzept wird zwischen konsekutivem und parallelem (consecutive, concurrent) Modell unterschieden. Beim ersten Modell folgt die didaktische und praktische Ausbildung auf eine drei- bis vierjährige fachliche Grundausbildung. Beim parallelen Modell wird eine Integration von fachlicher, (fach-)didaktischer und berufspraktischer Ausbildung angestrebt.
Lehrervortrag
Beim "Lehrervortrag", einer hierarchischen Lernorganisation, referiert eine Lehrperson historisches Wissen, das die Lernenden rezeptiv aufnehmen sollen.
Lehrplan
Lehrpläne sind die gesetzlich verbindlichen Grundlagen für die Unterrichtsarbeit. Sie werden nach Beratung durch Fachdidaktiker und Fachdidaktikerinnen vom Gesetzgeber - dem österreichischen Parlament - beschlossen.
Für Lehrerinnen und Lehrer ist die Kenntnis der in den Lehrplänen formulierten Ziele und Inhalte für die Unterrichtsplanung und -arbeit von entscheidender Bedeutung.
Lernende Organisationen
Die Konzeption von lernenden Systemen und des Organisationslernens stammt ursprünglich aus der Kybernetik. Im engeren Sinne bezeichnet man auch Lerngruppen und ihre LehrerInnen als lernende Organisationen, die als Interaktionsgefüge durch Rückkoppelung lernen können.
Lernobjekt / Lerneinheit
Ein Lernobjekt im Rahmen von webbasierten Lernprogrammen wird unterschiedlich definiert: es ist mal eine in sich geschlossene Lerneinheit mit allen Inhalten, Übungen und Tests, mal eine einzelne Datei innerhalb einer Lerneinheit, die downloadbar oder direkt im Netz interaktiv zu bearbeiten ist.
Besondere Bedeutung hat der Begriff des Learning Object (LO) in der Diskussion um die Standardisierung von WBT-Anwendungen erfahren: Um Lerninhalte wiederholt (Reusable Learning Objects, RLO) sowie kontext- und plattformübergreifend einsetzen und erschließen zu können, arbeiten verschiedene Institutionen an verbindlichen Definitionen und Beschreibungsschemata (Metadaten) für Lernobjekte.
Lernorganisation
Ensemble der Kommunikationsstrukturen (Methoden und Medien), welche bei einem Arbeitsschritt oder in längeren Arbeitsprozessen eingesetzt werden, um Lernen zu unterstützen. Im Modul Unterrichtsplanung (Geschichtsdidaktik) wird unterschieden zwischen hierarchischer, teamorientierter, prozessorientierter Lernorganisation sowie den Formen des eLearning.
Lernplattform
Lernplattformen sind zunächst sehr allgemein Angebote im Inter- oder Intranet, die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten zu Lernzwecken zur Verfügung stellen - wobei man erst dann von einer Plattform spricht, wenn ein Angebot komplexe Informationen (etwa in Kursen oder Modulen) vermittelt, sich an verschiedene Adressatengruppen wendet oder die am Lernen und Lehren beteiligten Personen "im Netz versammelt".
Lernplattformen sind deshalb heute (im Sinne des englischen Begriffs Learning Management Systems) meist modular aufgebaute Softwaresysteme, die multimediale Lernobjekte, Tools zur Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden sowie Schnittstellen zur organisatorischen und technischen Betreuung in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung integrieren. Im Idealfall lässt sich über eine Lernplattform die gesamte Betriebslogistik abwickeln, vom Aufbau der Inhalte bis zur Verwaltung von personen- oder zeitgebundenen Zugriffsrechten.
Lernportal
Portale verstehen sich als Ausgangspunkte für die Suche nach heterogenen Inhalten und Kommunikationsmöglichkeiten im Internet. Es sind Plätze (Sites), an denen meist nach Interessengebieten geordnet, Kurzinformationen und Verweise zu Angeboten konzentriert und aggregriert werden.
Lernportale sind entsprechend Websites, die Lernenden und Organisationen einen vereinheitlichten Zugang zu Lern- und Trainingsressourcen schaffen, darüber hinaus Zugang zu weiterführenden Informationen, Services und Kommunikationsmöglichkeiten mit Experten und Communities anbieten (Newsletter, Mailinglisten, Foren etc.). Zu den Merkmalen eines Lernportals gehört inzwischen seine Personalisierbarkeit: Der User registriert sich als Nutzer und kann über angebotene Menüs die für ihn relevanten Inhalte (Lernbereiche, News, Communities etc.) zusammenstellen, oft auch aus einem Repertoire zur Verfügung stehender Oberflächen eine ihm angenehme auswählen. Verfügt das Portal über ein Tool zur Erstellung von Nutzerprofilen, sammelt es - während der User das Portal nutzt - Daten über sein Navigationsverhalten, wertet diese hinsichtlich möglicher Userinteressen aus und offeriert dann entsprechende Angebote.
Lernumgebung
Eine Lernumgebung wird bestimmt durch die räumlichen, zeitlichen, personellen und instrumentellen Rahmenbedingungen einer Lernsituation. Übertragen auf computer- oder webbasierte Lernsituationen gilt dasselbe: nicht nur das "look-and-feel" des Arbeitsplatzes, sondern die Aufbereitung der Lerninhalte nach einem methodisch-didaktischen Design, ihre Kontextualisierungen (Verknüpfungen ggf. mit zusätzlichen Features wie Glossaren), Funktionalitäten (vom Aufruf einer Seite bis zu Hilfefunktionen oder adaptiven Menüführungen), der Grad angebotener Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten (vom passiven Rezipieren bis zur asynchronen oder synchronen tutoriellen Betreuung) bestimmen eine virtuelle Lernumgebung.
Lesen
Auch wenn Sie wissenschaftlich lesen, werden Sie nicht unvoreingenommen an einen Text herangehen, sondern bestimmten Prämissen und Vorannahmen folgen: Dazu gehört einmal Ihr Interesse an der Thematik, das Sie zum Beispiel durch die Themenwahl in einem Proseminar oder einem Kurs bekundet haben. Meist haben Sie auch schon die eine oder andere Vorstellung von den zu untersuchenden historischen Ereignissen, Strukturen oder Personen, die Ihren Blick bei der Lektüre leitet. Im besten Fall sollten Sie bei der wissenschaftlichen Lektüre aber durch konkrete Forschungsfragen und Hypothesen geleitet werden, die Ihr Interesse am zu lesenden Buch oder Artikel bestimmen. Wissenschaftliches Lesen ist damit kein passives Rezipieren, sondern ein aktiver Aneignungsprozess, in dem Ihre Lesehaltung, Ihre Vorkenntnisse, die Fragestellung und Hypothesen den Erkenntnisgewinn maßgeblich beeinflussen.
Lexikon
Nachschlagewerk mit alphabetisch angeordneten Einträgen.
Lindner, Monika
* 25. September 1944 in Gleiwitz (Schlesien). Augewachsen und Mittelschule in Innsbruck. Studium in Wien, Dr. phil. (Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte und Philosophie). Fünf Jahre Tätigkeit in einer Wiener Fernsehfilmproduktion, Mitarbeit an zeitgeschichtlichen Dokumentationen bzw. Tätigkeit als Regieassistentin. In dieser Zeit Ausbildung zur Fernsehjournalistin. 1974 als freie Mitarbeiterin in den ORF, Abteilung Politik und Zeitgeschehen. Mitarbeit an mehreren Magazinen. 1979 Leiterin der Pressestelle des ORF. 1982 Übersiedelung in die Stabsstelle der Generalintendanz (GPK). Dort Beschäftigung mit Programm-Management und Mitarbeit bei der Erstellung von Radio- und Fernsehschemata. 1991 Übernahme der Leitung der Vorabendserie "WIR" (tägliche Lebenshilfesendung). 1995 Konzept und Leitung der Vorabendserie "Willkommen Österreich". Für die Erstellung des Konzepts Auszeichnung „Beste Programmidee“ mit dem Fernsehpreis der Tageszeitung "Romy". 1998 Landesintendantin des ORF-Landesstudios Niederösterreich. Am 21. Dezember 2000 wurde sie zur ORF-Generalintendatin gewählt und ist somit die erste Frau an der Spitze des ORF. Verheiratet, keine Kinder.
Link
Links oder Verknüpfungen verbinden Dokumente innerhalb des World Wide Web (Extra-Links), innerhalb von Hypertextsystemen (Inter-Links), oder auch Informationen innerhalb eines Dokuments (Intra-Links). Verknüpfungen können als assoziative Links direkt aus einem Kontext herausführen, oder als typisierte Links (in strukturierten Menüleisten oder verknüpfungsanzeigenden Etikettierungen) auch inhaltliche, hierarchische oder kausale (Meta-)Informationen beinhalten.
Typisierte Links zielen auf den informationellen Mehrwert und spielen vor allem innerhalb von größeren Hypermediasystemen eine wichtige Rolle: Ohne das aktuelle Dokument verlassen zu müssen, kann sich der User einen Überblick über kohärente Lesepfade verschaffen und direkt die für ihn relevante nächste Information ansteuern.
Literaturdatei
In einer Literatur- oder bibliographischen Datei geben Sie - etwa auf einer Karteikarte (als Teil eines Karteikastens) oder in einer Datenbank - alle notwendigen Titelinformationen zu einem Buch, Aufsatz, Internetdokument etc. an und notieren ein/mehrere Schlagwort/e; daneben weitere Informationen wie Bibliothekssignaturen, Kommentare u.a.
Literaturverzeichnis
In wissenschaftlichen Werken finden Sie meist am Ende eines Bandes ein Literaturverzeichnis, das die Volltitelangaben der verwendeten Literatur beinhaltet. Diese Titel sind meist nach den Zunamen der Autor/inn/en alphabetisch gereiht.
Lob
In den 70er Jahren wurden vielfach Erziehungsmittel behavioristischer Herkunft in den Schulkontext übernommen. Im Sinne von Verstärkung wurde Lob zum wenig hinterfragten Erziehungsmittel. Lob hat nicht nur positive Seiten und kann auch zu neuen Abhängigkeit führen.
Logische (boolesche) Operatoren
Ausdrücke zur Verknüpfung von Suchbegriffen mit deren Hilfe sie Schnittmengen (Operator "and"), Vereinigungsmengen (Operator "or") sowie Exklusionsmengen (Operator "not") erhalten. Die Bezeichnung boolesche Operatoren erinnert an den englischen Mathematiker und Logiker George Boole (1815-1864).
Magnettafel
Magnettafeln sind Stahltafeln, die als Haftgrund für bewegliche Magneten dienen. Auch viele Kreidetafeln, Weiße Tafeln und Schreibunterlagen von Flipcharts können als Magnettafeln benutzt werden. Ein anderer Typ ist die vollmagnetische Tafel, auf der Gegenstände aus Eisen sowie spezielle eisenhaltige oder eisenbeschichtete Papiere halten.
Markierung
Bei der Textmarkierung werden 'wichtige' Textstellen mit einem Farbmarker oder Stift angestrichen. Textmarkierung ist sicherlich die von Studierenden am häufigsten angewandte Form der Textarbeit und Dokumentation. Sie ist deshalb so beliebt, weil sie relativ einfach zu handhaben ist und man bei der Lektüre das Gefühl bekommt, den Text tatsächlich 'bearbeitet' zu haben.
Maskierung
Ersetzung beliebig vieler Buchstaben in der Mitte eines Worts durch ein Jokerzeichen wie * oder ?.
Massenkommunikation
Ist der von massenhaft hergestellten und verbreiteten Kulturprodukten eingeleitete Prozess der Vermittlung von Bewusstseinsinhalten, die zugleich Einstellungen und Verhaltensweisen (d.h. politische Realität) prägen.
Massenmedien
sind Informationsverbreitungsmittel, über die Medienunternehmungen im Prozess der Massenkommunikation Mitteilungen an ein großes Publikum gehen lassen. Wichtige Massenmedien sind: Zeitung, Zeitschrift, Buch (Printmedien), Hörfunk, Fernsehen, Schallplatte, Compact Disc, Musik- und Videokassette, Internet (audiovisuelle bzw. elektronische Medien.
Mediation
Mediation ist eine Beratungsleistung mit dem Ziel, einen Konflikt gemeinsam mit den beteiligten Konfliktparteien einer Konsenslösung zuzuführen. Der/Dem Mediator/in kommt eine Vermittlungsrolle zu, er/sie muss die Verhandlung methodisch angemessen moderieren. Mediation wurde ursprünglich vorrangig bei Scheidungsverfahren angewandt. Sie gewinnt mittlerweile auch bei Konflikten im Lehr-Lernbereich an Bedeutung.
Medien
lassen sich untergliedern in
Primäre Medien: (Sprache, Mimik, Gestik, Körperhaltung) gemeinsam ist ihnen, dass kein Gerät zwischen Sender und Empfänger geschaltet ist und die Sinne des Menschen zu Produktion, Transport und Konsum der Botschaft ausreichen.
Sekundäre Medien: erfordern auf der Produktionsseite ein Gerät, nicht jedoch auf der Empfängerseite. Beispiele wären Rauchzeichen, Flaggensignale, Flugblätter, Overheadfolien, Plakate, Bücher, Zeitungen.
Tertiäre Medien: Kommunikationsmittel, die einerseits auf der Produktionsseite einen Sender und andererseits auf der Konsumentenseite einen technischen Empfänger benötigen. Dazu gehören das Telefon, die elektronischen Massenmedien wie Rundfunk und Fernsehen, der Film und auch die Neuen Medien wie CD-ROM, DVD oder Internet.
Medienanalyse
Auswertung von Medien im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und ihren Verbreitungsgrad.
Mediendidaktik
Teilgebiet der Didaktik, welches sich mit Struktur und Funktion von Informationsträgern, insbesondere hinsichtlich ihrer Anwendung in allen Formen der Vermittlung und der Lehre, beschäftigt. Für den Geschichtsunterricht wurde in den 1980er und 1990er Jahren insbesondere der problembezogene, kritische Einsatz von auditiven und audiovisuellen Medien im Unterricht thematisiert (Pandel 1999). Seit Einführung der Neuen Medien in der schulischen und universitären Lehre wird der Begriff vorrangig zur Diskussion von Aspekten internetgestützter Lehre verwendet.
Medienpolitik
die von PolitikerInnen, gesellschaftlichen Organisationen und WissenschaftlerInnen getragenen Bemühungen, die publizistischen Einrichtungen einer Gesellschaft (Massenmedien) funktionstüchtig zu erhalten. Die Medienpolitik autoritärer Systeme strebt eine möglichst starke Monopolisierung von Kommunikationsmitteln an, während demokratische Medienpolitik auf Meinungsfreiheit und -pluralität und Vielfalt von Kommunikationsmitteln ausgerichtet ist.
Mediokratie
Bei der Mediokratie orientieren sich die politisch Verantwortlichen in Handeln und Sprache an den Medien.
Metadaten
Metadaten sind maschinenlesbare Informationen über elektronische Ressourcen (verkürzt nach Tim Berners-Lee). Sie sind im Idealfall im Dokument selbst enthalten, liefern in strukturierter Form Angaben zu seinen inhaltlichen, technischen und relationalen Eigenschaften (z.B. Autor, Thema, Art des Inhalts, Verknüpfungen mit anderen Inhalten, Veröffentlichungs- und Bearbeitungszeitpunkt, Sprache, Format etc.) und dienen damit der gezielteren Erschließung von Inhalten im World Wide Web.
Metainformationen
Wird häufig als Synonym für Metadaten verwendet. Eine andere Bedeutung erhält der Begriff in der Hypertexttheorie (R. Kuhlen, Hypertext. Ein nicht-lineares Medium zwischen Buch und Wissensbanken, Berlin 1991.): Metainformationen sind hier konventionelle nicht-lineare Orientierungsformen, die dem User einen Überblick über Umfang, Aufbau, Struktur etc. eines komplexen Hypertextnetzes geben (Inhaltsverzeichnisse, Register, Glossare) und den direkten Zugriff auf relevante Informationen erlauben.
Metasuchmaschine
Online-Angebot, mit Hilfe dessen sie gleichzeitig in mehreren Suchmaschinen recherchieren können.
Methode
Im Bereich der Wissenschaft ist die Methode ein genau definiertes Verfahren zur Analyse eines geeigneten Forschungsobjektes mit dem Ziel eine wissenschaftliche Fragestellung beantworten zu können.
Methodenwahl
Methodenwahl/Methodenwechsel
Die Methodenwahl ist Teil des Entscheidungsprozesses über die adäquate Lernorganisation im Unterricht. Die Wahl der passenden Methode geschieht in Übereinstimmung mit der Adressatenanalyse, mit den Lernzielen, mit der Themenwahl und mit einer realistischen Einschätzung des Zeitbudgets. Didaktische Konzepte gehen im Allgemeinen davon aus, dass ein sinnvoller Unterrichtsaufbau eines wiederholten Wechsel der Methoden bedarf.
Migration

Migration: Beschreibt den Vorgang, dass eine Person ihren Lebenmittelpunkt räumlich verlegt. Geschieht dies innerhalb eines Landes, spricht man von Binnemigration. Wenn  der neue Lebensmittelpunkt jenseits der Grenzen des Staates liegt, bzeichnet man dies als internationale Migration.

Mikrofiche
Filmblätter in der Größe von 10,5*14,8 cm, die u.a. für stark verkleinerte Aufnahmen von Karteikarten verwendet werden.
Mind Map
Eine Mindmap (Mind-Map) ist eine grafische Darstellung, die Beziehungen zwischen verschiedenen Begriffen aufzeigt.
Mindmaps enthalten das zu bearbeitende Hauptthema bzw. den Hauptbegriff in der Mitte des Blattes (einer Tafel, eines Plakats, etc.) und assoziativ werden in Form von Verzweigungen Begriffe angefügt, die wiederum Verästelungen aufweisen können.

Andere Begriffe für die aktivierende Methode Mind Map sind "gedankliche Landkarte", "Ideenbaum" oder "Explosionszeichnung". Im Zentrum wird das Ausgangsthema notiert, davon ausgehend in Stichworten und grafisch gestaltet weitere Unterkapitel, Impulsworte etc.
Minuskel
Im Gegensatz zur Majuskelschrift, in der alle Buchstaben gleich gross sind, kennt die Minuskelschrift Buchstaben mir Ober- und Unterlängen.
Modelle
Modelle sind dreidimensionale Nachbildungen von gegenständlichen Quellen. Diese Nachbildungen unterscheiden sich vom Original dadurch, dass sie meist speziell für Demonstrationszwecke geschaffen sind. Sie sind also oft vereinfacht oder verkleinert, oder sie ermöglichen Perspektiven, die das Original nicht erlaubt (etwa Querschnitte). Modelle können entweder nur als Anschauungsobjekte genutzt werden, oder auch im Unterricht von den SchülerInnen selbst hergestellt werden.
Moderation
Die Moderation, den teamorientierten Lernorganisationen zugeordnet, dient zur Steuerung von Gruppenprozessen und ermöglicht zielorientierte und strukturierte Arbeit. Standpunkte, Meinungen, Wissen und Kompetenzen werden für den Lernprozess nutzbar gemacht.
ModeratorInnen
Sind heute immer erfahrene JournalistInnen, die die Eigenschaften Kompetenz und Sympathie vermitteln müssen. Sie tragen ihre Meldungen so vor als hätten sie sie selbst geschrieben, weil sie verstehen, was sie sagen und sich Zäsuren, Mimik und kleine Gesten erlauben. Dadurch werden Meldungen zu lebendigen Botschaften. Auch das Studio muss lebendig sein. Nicht mehr nur einE sitzendeR ModeratorIn präsentiert die Meldungen, sondern mehrere.
Monografie
Bei der Monografie (auch Verfasserwerk) handelt es sich um ein Buch, das von einem/einer oder mehreren Autor/innen verfasst wurde.
Moving Day

1. Mai war in den USA traditionell ein „moving day“, an dem alte Verträge ausliefen und die Arbeiter sich neue Dienstgeber suchten. Der für diesen Tag 1884 ausgerufene Generalstreik sollte erreichen, dass die verkürzte tägliche Arbeitszeit (8Stunden) in den neuen Verträgen verankert wird.

Multimedia
Unter Multimedia versteht man die Zusammenführung verschiedener Datentypen wie Texte, Grafiken, Ton und Bewegtbilder in einem Medium (zB Computer). Die Daten werden dabei für den interaktiven Abruf verfügbar gemacht.
Ein wesentlicher Aspekt von Multimedia ist die Möglichkeit der interaktiven Nutzung, d.h. dass der/die NutzerIn nicht nur RezipientIn ist, sondern auch selbst Inhalte einbringen oder Aktionen auslösen kann.
Museum
Institution, in der Sammlungen von (meist alten oder künstlerischen) Gegenständen untergebracht sind, die als geeignet angesehen werden, öffentlich ausgestellt zu werden. Museen dienen aber nicht nur der Präsentation und Erläuterung von Kulturgütern sondern auch der Erforschung und Wiederherstellung.
Musik
Musik gilt als kulturelles Phänomen und ist für den Geschichtsunterricht insofern relevant, als es Auskunft über die gesellschaftliche, politische oder weltanschauliche Situation zu einer bestimmten Zeit geben kann.
Mündliche Präsentation
Im Rahmen von mündlichen Präsentationen stellen eine oder mehrere Personen ausgewählte Inhalte für ein bestimmtes Publikum vor. Grundsätzlich können alle Inhalte, Informationen oder Gegenstände Thema einer Präsentation sein.
Nationalfeiertag
Am Nationalfeiertag gedenkt eine eine Nation eines für sie wichtigen Ereignisses. Dieser Tag ist in der Regel gesetzlich arbeitsfrei.
Navigation (navigation)
Die Navigation ist das Werkzeug, mit dem der User im Internet browsen, also sich von Dokument zu Dokument bewegen oder eine bestimmte Datei direkt ansteuern kann.
Navigationselemente sind meist Worte/Grafiken im aktuell aufgerufenen Fließtext, die direkt zu anderen Dokumenten führen (assoziative Links); oder Worte/Grafiken, die getrennt vom eigentlichen Inhalt zur Verfügung stehen und oft zunächst ein interaktives Feld aufrufen, das dem User weitere Navigationswege anbietet (Menüleisten).
Um das Phänomen des "lost in hyperspace" zumindest innerhalb kohärenter Hypermediasysteme zu vermeiden und dem User möglichst viele Orientierungspunkte zu geben, an welcher Stelle er welche Information (wieder)finden kann, ist die Entwicklung von Navigationssystemen wichtiger Teil sowohl der Interfacegestaltung als auch der Strukturierung von Inhalten. Verbreitete Hilfsmittel der Navigation, die die Orientierung des Users unterstützen, sind Sitemaps, die einen kompletten Überblick über Struktur und Inhalte einer Website geben, oder Verlaufs- oder History-Funktionen, die die Pfade des Users speichern und ihm ermöglichen zu bestimmten Seiten zurückzukehren.
Netzwerk
Ein System, das verzweigte und wechselseitig verknüpfte Verbindungen zwischen verschiedenen Punkten, meist zur Übermittlung von Information zwischen Individuen, beschreibt bzw. gewährleistet. Die verschiedenen Einheiten sind autonom und dezentral angeordnet. Fällt eine Einheit aus, wird aber die Funktionalität des Gesamt-Netzwerkes nicht notwendigerweise beeinträchtigt.
Neue Medien
Der Begriff "neue Medien" bezeichnet kabeltechnisch ermöglichte Telekommunikation sowie optisch-elektronische Formen der Informationsspeicherung und –wiedergabe. Dazu gehören neben Video- und Bildschirmtext, CD-ROM, Audio-CD, DVD sowie elektronische Netzwerke (Internet). Diese "neuen Medien" kennzeichnen sich dadurch, dass Information in codierter Form transportiert wird, und dass für die Verfügbarmachung der Information technische Geräte nötig sind, die diese Codes in verständliche akustische und/oder visuelle Signale umwandeln.
Newsroom
dt.: Nachrichtenredaktion, Redaktion, Redaktionsraum
Newsshow
Aus den USA, Vermischung von Information und Unterhaltung. (stories mit human touch). Die Newsshow will zupackenden, hautnahen Journalismus, der sich von Brisanz nicht drückt. Der Nachrichtenmix einer Newsshow ist lebendig wie eine Zeitung. Im Zentrum stehen die ModeratorInnen.
Offenes Lernen
Offenes Lernen, eine prozessorientierte Lernorganisation, ermöglicht die Selbsttätigkeit von SchülerInnen, die in wechselnden Sozialformen aus einer Vielzahl von Möglichkeiten unterschiedliche Arbeitsvorhaben auswählen und gleichzeitig durchführen. Je mehr Entscheidungen über Lerninhalt, Lernmaterial, Lernweg, Sozialform, Zeitrahmen und Lernort mit bzw. von den SchülerInnen getroffen werden, desto offener ist ein Unterricht.
OPAC
Abkürzung für Online Public Access Catalog: Per Internet zugänglicher Bibliothekskatalog.
Operationalisierung
Die Operationalisierung einer These wird mittels Angabe von genauen Anweisungen, für die Analyse konkreter Sachverhalte, die diese These unterstützen, vorgenommen.
Oral History
Geschichte, die ihre Quellen mittels Befragung lebender Zeitzeugen erhebt. Inwiefern Oral History auch eine spezielle Form der Analyse beinhaltet, hängt vom zugrundeliegenden Programm ab.
ORF
Der Österreichische Rundfunk (ORF), war bis zur Liberalisierung der staatliche Monopolanbieter von Rundfunk und Fernsehen.
Overheadprojektor
Der Overheadprojektor ("OHP", auch Tageslichtprojektor oder Arbeitsprojektor genannt) besteht meist aus einer quadratischen Glasplatte auf einem ca. 20 cm hohen Kasten, der eine Lampe enthält, und einem Objektiv mit Linse und Spiegel. Folien oder Gegenstände, die auf der Glasfläche liegen, werden von unten durchleuchtet und über das Objektiv an die Wand projiziert. Eine handlichere, aber weniger lichtstarke Variante ist der Auflichtprojektor. Hier befindet sich die Lampe im Objektivkopf und leuchtet hinunter auf die Folien, die auf einer verspiegelten Glasfläche liegen und von dort über das Objektiv an die Wand gespiegelt werden.
Paläographie
Die Paläographie (griechisch palaios 'alt' , graphein 'schreiben') beschäftigt sich mit der Entwicklungsgeschichte der Schrift und lehrt zudem das Lesen, Datieren und Lokalisieren von Handschriften.
Paradigmatischer Selektionsvorgang
ein an Mustern, Beispielen orientierter Auswahlvorgang.
Paraphrase
In Paraphrasen (oder auch sinngemäßen Zitaten) wir ein fremder Text sinngemäß und in eigenen Worten zusammengefasst.
Partnerarbeit
Bei der Partnerarbeit, einer teamorientierten Lernorganisation, arbeiten je zwei Lernende für einen begrenzten Zeitraum zusammen, um Aufgabenstellungen eigenständig miteinander zu bearbeiten.
Personen als InformationsträgerInnen
Personen können Medien der Geschichtsvermittlung sein, indem sie in eine Klasse eingeladen werden und ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den SchülerInnen teilen.
Pervertierung des 1. Mai

An die Stelle des sozialdemokratischen Ersten Mai trat 1934 ein von der Regierung verordneter Gedenktag der „austrofaschistischen“ Verfassung. Die Nationalsozialisten machten den 1. Mai zum staatlich verordneten „Ehrentag der nationalen Arbeit“.

Pfad
Auf einem Rechner ist ein Pfad der Zweig eines Verzeichnisbaumes, der zu einer bestimmten Datei führt. Im World Wide Web werden als Pfade auch diejenigen Wege von Dokument zu Dokument bezeichnet, die ein User beim Browsen eingeschlagen hat. Und innerhalb von Hypermediasystemen, die mehrere informationelle Einheiten nach z.B. inhaltlichen Gesichtspunkten zusammenfassen, sind Pfade Navigationsangebote, die dem User verschiedene kohärente Wege durch ein Netz von Informationen vorschlagen. Solche Pfade können vorab durch Autoren oder redaktionelle Strukturen festgelegt, oder durch Auswertung von Benutzermodellen oder Navgiationsverhalten vom System dynamisch erzeugt werden.
Phrasensuche
Option in auf dem Bibliothekssystem Aleph basierenden Bibliothekskatalogen sowie in manchen anderen Datenbanken, die es Ihnen ermöglicht, die genaue Reihenfolge der Suchbegriffe im Treffer zu bestimmen.
Pinwand
Pinnwände (Steckwände, Pinboards) gibt es in verschiedenen Formen. Am häufigsten sind bei kleineren Formaten Korkwände, bei größeren Formaten Hartschaumtafeln, die mit grünem Filz überzogen sind. In der Schule spielen vor allem die großen Pinnwände eine Rolle, deren Fläche eine Breite von ca. 125 cm hat und ca. 150 cm hoch ist. Manche Pinnwände haben ca. 50 cm hohe Beine, in vielen Klassenzimmern sind sie aber auch an der Wand befestigt. Auf Pinnwänden wird meist mit Stecknadeln und Kärtchen oder mit Plakaten gearbeitet.
Plakat
Wenn von einem Plakat als Präsentationsmedium gesprochen wird, ist meist ein großer Packpapierbogen gemeint, der beklebt oder mit Filzstift beschrieben wird. Plakate können entweder vollständig im Unterricht erarbeitet werden, oder sie werden im Unterricht ergänzt oder schon vollständig vorbereitet mitgebracht. Plakate können an einer Pinnwand, an der Kreidetafel bzw. Weißen Tafel oder an der Wand befestigt werden.
Planungsbaukasten
Planungsgrundlagen
Planungsmatrix
Podiumsdiskussion
Die hierarchische Lernorganisation Podiumsdiskussion ist eine von einem Moderator oder einer Moderatorin geleitete Diskussion zwischen wenigen diskutierenden Personen, die dem Publikum gegenüber auf einem Podium sitzen.
Politische Bildung
Ist die Gewinnung von politischem Wissen, sozialen Einstellungen und der Fähigkeit zu verantwortungsvollem gesellschaftlichen Handeln als Voraussetzung mündigen Staatsbürgertums. Unterrichtsprinzip bzw. Gegenstand in der Schule, wahrgenommen von politischen Parteien und zahlreichen Institutionen.
politische Parteien

Politische Parteien sind lose bis straff organisierte Zusammenschlüsse gleichgesinnter StaatsbürgerInnen mit Zweck, auf staatlicher Ebene Macht zu gewinnen und die politische Willensbildung mitzubestimmen.  Sie artikulieren wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Interessen, die sie zu Forderungsprogrammen bündeln. Politische Parteien sind die zentralen Akteure bei Wahlen und stellen das wichtigste verbindende Element zwischen den demokratisch bestellten Verfassungsinstitutionen – Parlamenten und Regierungen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene – und der Bevölkerung dar.

Politische Sozialisation
ist die sozialkognitive Entwicklung von Individuen für die Bildung von Wertbewusstsein und moralischer Urteilsfähigkeit. Dies kann durch Identifikation, aber auch durch Interaktion passieren.
Politischer Proporz
Besonders in der Zeit der Großen Koalition von ÖVP und SPÖ geübte Praxis der Aufteilung von Führungspositionen im Bereich der verstaatlichten Industrie, der Banken, der Energiewirtschaft oder auch beim ORF.
Portfolio

Unter Portfolio versteht man eine anlassbezogen nach bestimmten Auswahlkriterien von den Lernenden/ Studierenden selbst erstellte Sammlung von Dokumenten, die ihre individuellen Anstrengungen und Lernfortschritte, ihr Leistungsvermögen sowie ihre Fähigkeit zur Reflexion über das eigene Lernen darstellt.

PowerPoint
PowerPoint ist das am weitesten verbreitete Präsentationsprogramm. Es wird neben Word, Excel u.a. als Teil des Microsoft Office Pakets verkauft. Es dient zur Gestaltung bzw. Unterstützung von Präsentationen, wobei in die Präsentation – ähnlich wie bei der Verwendung von Overheadfolien – Bilder, Diagramme oder Grafiken eingebaut werden können. Allerdings können diese Elemente bei einer PowerPoint-Präsentation als Animationen abgespielt werden. Darüber hinaus lassen sich Film- und Tonsequenzen gut in PowerPoint-Präsentationen integrieren.
Andere gängige Präsentationsprogramme sind Corel Presentations (Teil der Corel Word-Perfect-Suite), StarOffice,
Lotus Freelance Presentations (Teil der Smart Suite).
Präsentationsprogramme wie PowerPoint werden entweder am Monitor eines Computers abgespielt oder über einen Beamer auf eine Projektionswand projiziert.
Preußische Instruktionen
Regelwerk, das die Anordnung von Buchtiteln in alten Bibliothekskatalogen festlegte; war an österreichischen Bibliotheken von ca. 1930 bis in die 1980er Jahre in Verwendung.
Printmedien
Unter dem Begriff "Printmedien" werden hier visuelle Medien verstanden, bei denen der Inhalt (die Darstellung historischer Ereignisse oder die Informationen einer historischen Quelle) im Vordergrund steht – im Gegensatz zu Präsentationsmedien, bei denen vor allem das "Wie" der Vermittlung von Bedeutung ist.
Mit Printmedien sind also gedruckte Medien wie Lehrbücher, Handouts oder Zeitungen, aber auch das Medium Bild und schriftliches Quellenmaterial gemeint.
Privater Rundfunk
Durch die Liberalisierung des Rundfunks wurde Privater Rundfunk, der von privaten Kapitalgebern finanziert wird, ermöglicht.
Projektunterricht
Der Projektunterricht zählt zu den prozessorientierten Lernorganisationen. In der Literatur wird er auch dem Offenen Lernen zugeordnet. Zielsetzung und Arbeitsauftrag werden, ebenso wie die detaillierte Planung, Durchführung, Präsentation und das eventuelle Produkt von der Lerngruppe weitgehend eigenständig entwickelt bzw. durchgeführt.
Proporz
Bezeichnung für die Verteilung von Sitzen und Ämtern nach dem Stärkeverhältnis von Parteien, Konfessionen, Volksgruppen, Regionen, Interessensorganisation und auch Geschlechtern.
Prozessorientierte Lernformen
Prozessorientiertes Lernen findet statt, wenn Systeme oder Organisationen lernen wie Anpassungslernen und Veränderungslernen durchgeführt werden. Das Wissen um das Nichtwissen, also um den Unterschied zwischen Ist- und Soll-Zustand, führt ein System dazu zu lernen. Dies beinhaltet auch die Einsicht, dass lange Perioden ohne positiven Feedbacks und guter Kommunikation das Lernen blockieren können. Beim Prozesslernen hat Evaluation umfassenden reflexiven Charakter.
Präsentation
Präsentationen sind Darstellungen bestimmter Inhalte oder Gegenstände für ein bestimmtes Publikum. Die Gegenstände und Objekte von Präsentationen können jegliche Art materieller Zeugnisse der Menschen und ihrer Umwelt beinhalten, wobei ihre Darstellung meist zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken erfolgt und in der Regel öffentlich zugänglich ist.
Präsentationsmedien
Präsentationsmedien sind Träger visueller Information. Sie sind technische Hilfsmittel, die von ihren Inhalten unabhängig sind und mit den unterschiedlichsten Informationen "gefüttert" werden können, also etwa mit Bildern, Karten, Texten oder Aufzählungen. Diese Inhalte können mit geringem Aufwand ausgetauscht und durch andere ersetzt werden, daher sind Präsentationsmedien sehr flexibel einsetzbar.
Man spricht nur dann von Präsentationsmedien, wenn sie für die Arbeit mit Gruppen geeignet sind, also eine ausreichend große Darstellung der Inhalte ermöglichen.
Im Allgemeinen sind diese visuellen Informationen statisch, sonst spricht man von (audio-)visuellen Medien.
Quellen
Darunter versteht man jede historische Informationsgrundlage. Es handelt sich dabei sowohl um Archivmaterial, als auch um museale und archäologische Objekte, Denkmäler und andere Gegenstände unterschiedlichster Art, wobei diese sowohl in textlicher, bildlicher, dinglicher Form, als Tonträger, als Film oder als Video vorliegen können.
Quellenedition
Publikation von Quellen, meist in textlicher Form, ev. aber auch als Bild, Ton oder Video. Quelleneditionen weisen einen unterschiedlichen Grad von Bearbeitung (Korrektur, Erklärung, Kommentar, Referenzierung, u.a.) auf.
Quellenerhebung
Teil des historischen Forschungsprozesses in dem Quellen in ihrem ursprünglichen Aufbewahrungsort gesichtet und nach Maßgabe der Möglichkeiten und Notwendigkeiten exzerpiert, extrahiert und dokumentiert werden.
Quellenkritik
Die Quellenkritik behandelt die Frage, ob eine Quelle wirklich die nötige Information in ausreichendem Umfang, in ausreichender Qualität bietet und ob sie vertrauenswürdig ist. Dafür benötigen Sie Informationen zum Kontext der Entstehung und der Überlieferung der Quelle.
Quellenverzeichnis
In wissenschaftlichen Werken finden Sie oft am Ende eines Bandes ein Quellenverzeichnis, das die Volltitelangaben und die Fund- bzw. Aufbewahrungsorte samt Signaturen der verwendeten Quellen beinhaltet. Diese Titel sind meist nach den Fundorten - wie Archiven oder Bibliotheken - gereiht.
Quotenregelung
Unter Quotenregelung ist eine Verteilungsregel mit der Ämter, Funktionen, Einkommen, Güter oder ähnliches nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel vergeben werden. Im politischen Diskurs wird die Quotenregelung als Mittel angesehen, das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen zu beseitigen.
Radio
Das Radio definiert sich durch die zeitgleiche Wiedergabe von akustischen Signalen, die von einer Rundfunkanstalt ausgestrahlt werden. Erste Mittelwellensender gab es in den USA 1921, in Deutschland 1923.
Randglosse
Mit Randglossen notieren Sie die 'wichtigsten' Aussagen einer Textpassage am Rand des Textes oder halten dort Kommentare zu Ihrer Lesearbeit fest. Dabei werden Aussagen komprimiert wiedergegeben, ev. auch die Textsorten kommentiert. Mit dieser Dokumentationsform lassen sich innerhalb weniger Seiten wichtige Passagen halbwegs rasch wieder finden.
RAVAG
Abkürzung für die am 30. 9. 1924 gegründete Österreichische Radio-Verkehrs-Aktiengesellschaft, die am 1. 10. 1924 den Sendebetrieb aufnahm. Studio und erster Sender waren im Gebäude des Heeresministeriums am Wiener Stubenring untergebracht. Initiator und erster Generaldirektor war Oskar Czeija. In Wien wurden 1926 der Sender Rosenhügel und 1933 der 100-kW-Sender Bisamberg errichtet. Die Bundesländer wurden 1925 (Graz), 1927 (Klagenfurt, Innsbruck), 1928 (Linz), 1930 (Salzburg) und 1934 (Dornbirn) mit Zwischensendern ausgestattet. Zur politischen Neutralität verpflichtet, musste die Österreichische Radio-Verkehrs-Aktiengesellschaft ihre Nachrichten von der Amtlichen Nachrichtenstelle übernehmen.
Vom nationalsozialistischen Juliputsch 1934 war das Funkhaus in der Wiener Johannesgasse betroffen. Im März 1938 wurde die Österreichische Radio-Verkehrs-Aktiengesellschaft der deutschen Reichsrundfunkgesellschaft unterstellt, die in der Folgezeit die Aktien aufkaufte. Alle technischen Einrichtungen wurden von der Deutschen Reichspost erworben, sodass die Österreichische Radio-Verkehrs-Aktiengesellschaft im August 1939 im Handelsregister gelöscht wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurden sämtliche Rundfunkeinrichtungen als deutsches Eigentum unter öffentliche Verwaltung gestellt.
Redundanz
Teil einer Nachricht, die keinen Informationswert hat und daher auch weggelassen werden kann.
Referat
Bei einem Referat, einer hierarchischen Lernorganisation, übernimmt ein Schüler oder eine Schülerin die Aufgabe der Wissensvermittlung. Alle anderen, auch die Lehrperson hören ausschließlich zu.
Referat (Universität)
Im universitären Kontext ist das Referat ein mündlicher Vortrag zu einem speziellen Thema und basiert auf der wissenschaftlichen Bearbeitung von Texten und/oder anderen Informationen sowie/oder eigenem Quellenstudium. Das Referat kann das eigenständiges Ziel eines wissenschaftliches Arbeitsprozesses oder aber die mündliche Präsentation von (vorläufigen) Ergebnissen einer schriftlichen Arbeit sein.
Referenzwerke
Referenzwerke sind Nachschlagewerke wie Lexika, Enzyklopädien oder Handbücher, die Ihnen erste Informationen zu einem Thema liefern. Sie finden diese zumeist im Freihandbereich der Bibliotheken aufgestellt.
Reflexion
Reflexion bezeichnet das überprüfende und vergleichende Nachdenken über etwas, das "in sich gehen" und "Revue passieren lassen". Dabei wird über Erlebtes oder Erfahrenes nachgedacht, um weitere Erkenntnis zu erlangen.
Reflexionslernen
Bei der Analyse eigenen Unterrichts liegt das Hauptaugenmerk in der Bearbeitung des "Blinden Flecks" mit Hilfe des videografierten eigenen Unterrichts.
Regelwerk für die Alphabetische Katalogisierung (RAK)
An österreichischen Bibliotheken seit den 1980er Jahren gebräuchliches Regelwerk für die alphabetische Verzeichnung von Büchern.
Register / Index
Register oder Indexe, alfabetisch geordnete Stichwortlisten am Ende eines Buches, über die der Leser schnell und gezielt auf für ihn relevante Textstellen zugreifen kann, haben als nicht-lineare Zugriffsmöglichkeit in einem linearen Medium eine lange Tradition. In Hypermediasystemen können Register durch Verlinkung oder Fokussierung zusätzlich dynamisiert oder durch eine Suchfunktion ergänzt werden.
Retrospektive Digitalisierung
Digitalisierung von Büchern, Zeitschriften und anderen Texten, die bislang nicht in elektronischer Form im Internet zur Verfügung standen.
Review Article
In einem Review Article gibt ein/e Autor/in zu einer bestimmten Thematik einen möglichst vollständigen und kritischen Überblick über den Forschungsstand. Dabei werden die zentralen Diskussionen in diesem Bereich herausgearbeitet. Meist konzentrieren sich diese Texte auf ein eher schmales Themenfeld, sind aber dennoch recht umfangreich (20 Seiten und mehr).
Rezension
Eine wissenschaftliche Rezension dient einmal dazu, sich rasch über eine Neuveröffentlichung informieren zu können. Anders als ein Abstract muss eine Rezension aber auch eine Aussage über den wissenschaftlichen Wert und die Bedeutung eines Textes für die aktuelle Forschung enthalten. Rezensionen haben damit eine wichtige Funktion für die fachwissenschaftliche Diskussion und beeinflussen die Rezeption einer Veröffentlichung durch die wissenschaftliche Community.
Rezensionsdienste
Rezensionen zu Neuerscheinungen können Sie in gedruckten Fachpublikationen, in Online-Datenbanken, nationalen und internationalen Zeitungen und in Verzeichnissen erschienener Rezensionen finden.
Rhetorik
Rhetorik (gr.: Redekunst) bezeichnet die Fähigkeit, öffentlich zu sprechen und dabei Inhalte und eigene Standpunkte überzeugend zu vertreten. Als Wissenschaft erforscht die Rhetorik die Wege und Möglichkeiten, wie Inhalte am überzeugendsten vermittelt werden können.
Rollenspiel
Ein Rollenspiel ist eine interaktive Kommunikation zwischen SchülerInnen, die zugeteilte oder gewählte Rollen darstellen und spontan auf Äußerungen der Mitspielenden reagieren. Die Geschichte wird damit in den Horizont des eigenen Lebens hereingeholt.
Rundfunk, Österreichischer, Ges. m. b. H.
Am 11. 12. 1957 gegründete Rundfunkgesellschaft, die ab 1. 1. 1958 allein zur Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen berechtigt war. Mit ihrer Errichtung endete die Zeit der Rundfunkprovisorien nach Ende des 2. Weltkriegs. Gesellschafter waren Bund (97,3 %) und Länder (2,7 %). Wegen der proportionalen Besetzung aller wichtigen Positionen und ihrer parteienabhängigen Programmgestaltung wurde die Gesellschaft als "Proporzrundfunk" kritisiert und durch das Rundfunkvolksbegehren 1964 sowie das Rundfunkgesetz von 1966 reformiert (ORF).
Rundfunkgesetz
Als Folge des Rundfunkvolksbegehrens von 1966, entstand ein Jahr später das Rundfunkgesetz, das den politischen Rahmen für politische Unabhängigkeit des Österreichischen Rundfunks bringen sollte.
Rundfunkmonopol (Monopolrundfunk)
Alleiniges Recht einer Rundfunkanstalt zur Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen. In Österreich war der ORF bis Ende 1993 der einzige durch ein Bundesgesetz zugelassene und zugleich mit einem Programmauftrag ausgestattete Rundfunkveranstalter in Österreich (Rundfunkmonopol, beendet durch das Regionalradiogesetz vom 9. 6. 1993).
Rundfunkvolksbegehren
Das erste in der 2. Republik durchgeführte Volksbegehren wurde 1964 von den unabhängigen Tageszeitungen und einigen Zeitschriften durch eine Unterschriftenaktion initiiert. Vom 5. 10. bis 12. 10. 1964 beteiligten sich 832.353 Österreicher am Volksbegehren über den "Entwurf eines Bundesgesetzes über die Aufgaben und die Errichtung der ,Österreichischen Rundfunk Ges. m. b. H.". Daraus entstand das Rundfunkgesetz von 1966 und auf seiner Basis 1967 der ORF.
Rückkoppelung
Der Begriff Rückkoppelung oder Feedback wurde aus der Kybernetik in die Systemtheorie und von dort in die prozessorientierte und die konstruktivistische Didaktik eingeführt und beschreibt im engeren Sinn Rückmeldungen über Richtig oder Falsch von Lehrer- und LernerInnenreaktionen, im weiteren Sinn ganz allgemein Rückmeldungen über Interaktionsprozesse im Lehr-Lerngefüge.
Sachdatei
In einer Sachdatei - in Form etwa einer Karteikarte und eines Karteikastens oder einer Datenbank notieren Sie zu einem oder mehreren Schlagworten ein Exzerpt und/oder ein wörtliches Zitat. Daneben können Sie auch Kommentare etc. festhalten und zudem die Fundstelle im ursprünglich bearbeiteten Text.
Sammelband
Bei einem Sammelband (auch Herausgeberwerk) handelt es sich um ein Werk, das von einem/einer oder mehreren Herausgeber/innen publiziert wurde und die Aufsätze/Beiträge mehrerer Autor/innen umfasst.
Sammelrezension
Eine wissenschaftliche Sammelrezension informiert über mehrere Neuveröffentlichungen und vergleicht den wissenschaftlichen Wert und die Bedeutung der besprochenen Texte für die aktuelle Forschung.
Schallplatten
Schallplatten sind Kunststoffscheiben, auf denen Schallsignale in analoger Form gespeichert und abgelesen werden können. Bei der Schallplatte sind die Signale auf beiden Seiten in spiralförmigen zum Mittelpunkt hin verlaufenden Rillen gespeichert. Abgespielt werden die Tonträger mit Hilfe eines Plattenspielers: Dieser besteht aus einem Laufwerk, auf dem die Platte liegt und von einem Elektromotor gedreht wird, und einem Tonabnehmer, der mit seiner Abtastnadel die Rillen auf der Platte abtastet.
Schlagwort
Ein z.B. von Bibliothekar/innen vergebener Begriff, um Bücher oder andere Medien in einer Datenbank inhaltlich zu charakterisieren.
Schriftliche Quellen
Für eine Definition scheint wichtig, dass Quellen in der Vergangenheit entstanden sind und uns heute zur Verfügung stehen, wobei eine signifikante zeitliche Differenz zwischen dem Zeitpunkt ihrer Entstehung und der Verwendung in der Gegenwart von Bedeutung ist.
Beispiele für schriftliche Quellen sind Augenzeugenberichte, Chroniken, Reiseberichte, Zeitungen, Reden und Aufrufe, Flugblätter, Memoiren, Tagebücher, Briefe, Inschriften, Gesetze, Verträge, Urkunden, Protokolle, Rechnungsbücher und Akten im weitesten Sinne.
Schulpartnerschaft
Bei einer Schulpartnerschaft pflegen zwei Schulen, die meist in unterschiedlichen Ländern beheimatet sind, intensive Kontakte. Gemeinsame Aktivitäten werden geplant und Projekte an beiden Schulen durchgeführt.
Schulrecht
Unter Schulrecht versteht man alle gesetzlichen Normen, die die Schule betreffen. Es regelt insbesondere die mit dem Schulbetrieb zusammenhängenden Rechten und Pflichten von Schülern, Lehrern, Eltern und Schulträgern.
Die beiden "Säulen" des österreichischen Schulrechts sind das Schulunterrichtsgesetz (kurz: SchUG) und das Schulorganisationsgesetz(kurz: SchOG). Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Gesetze und Verordnungen, die gemeinsam sämtliche rechtliche Belange des Schulwesens abdecken (z.B.: Privatschulgesetz, Schulpflichtgesetz, Religionsunterrichtsgesetz, etc.).
Selbstreferenz
Selbständige Literatur
Texte, die in der medialen Form eines (oder mehrerer) Bücher erscheinen und somit auch physisch eine eigenständige Medieneinheit bilden.
Seminararbeit
Seminararbeiten sind schriftliche Ausarbeitungen eines Themas im Rahmen eines Seminars. Ziel ist die selbstständige wissenschaftliche Bearbeitung einer Fragestellung oder eines Problembereichs des im Seminar behandelten Themas.
Signatur
Standortangabe eines Buchs oder eines anderen Mediums in einer Bibliothek, die zumeist aus einer Buchstaben/Zahlenkombination besteht. Sie benötigen die Signatur manchmal, um ein Buch in einer Bibliothek bestellen zu können oder aber, um es selbst auffinden zu können.
Skripten und Reader
Bei Skripten und Readern handelt es sich um Materialien, die von LehrerInnen oder SchülerInnen selbst hergestellt werden können.
Ein Skriptum ist eine Niederschrift eines Vortrages, oder, noch allgemeiner, eine schriftliche Ausarbeitung zu einem Thema.
Ein Reader ist eine Art "Lesebuch" zu einem Thema, eine Sammlung von verschiedenen Aufsätzen, Artikeln, Materialien, Grafiken, Bildern etc. zu einem bestimmten Thema.
Soft News
Soft News (dt.: Leichte Nachrichten) sind nicht immer sachlich formuliert, sondern oft in einem persönlicheren, farbigeren Ton gehalten. Sie müssen nicht nach der Wichtigkeit der mitgeteilten Informationen geordnet sein und geben auch nicht immer Auskunft über die vier W’s.
Leichte Nachrichten befassen sich meist mit Unglücksfällen, Verbrechen, Angelegenheiten der Intimsphäre, Sport, menschlich rührenden und gesellschaftlichen Ereignissen.
Soziale Gesichtspunkte beim Aufbau einer Lerneinheit
Spiele und Spieleutensilien
Spielzeug
Als "Spielzeug" bezeichnen wir Gegenstände, die zum Spielen oder für spielverwandte Aktivitäten hergestellt worden sind. Das schließt unter anderem Gesellschaftsspiele und Kreuzworträtsel mit ein, nicht aber Verkleidungen, Tannenzapfen oder andere Gegenstände, die zwar oft zum Spielen verwendet werden, deren eigentliche Bestimmung aber nicht im Spielen liegt.
Wir sprechen dann von „Historischem Spielzeug“, wenn das jeweilige Spielzeug als gegenständliche Quelle gedeutet werden kann, wenn es also eine signifikante zeitliche Differenz zwischen Entstehungszeit und der gegenwärtigen Nutzung aufweist. Im Gegensatz dazu sind "Geschichtsspiele" aktuell entstandene Spiele, die historische Ereignisse, Epochen oder Erscheinungen zum Thema haben.
Spot News
Möglichst drastische Meldungen zu Kriminalität oder Katastrophen.
Sprachkriterien
Sprachkriterien sind ein Analyseinstrument, das die Verständlichkeit von Sprache in den Nachrichtenmedien beurteilen sollen.
SprecherInnensendung
Stichwort
Ein Wort, das in den bibliographischen Angaben eines Buchs oder Aufsatzes vorkommt.
Studiosendung
Ist eine Mischung aus Beiträgen und Studioaktionen. Das Studio wird zum Aktionsraum (Gäste werden eingeladen).
Stummer Dialog
Ein stummer Dialog, eine aktivierende Methode, zeichnet sich dadurch aus, dass nicht geredet werden darf und der Dialog schriftlich geführt wird. Vorwissen, Vorerfahrungen und Assoziationen werden für den Unterricht nutzbar gemacht.
Suchagent
Programm, mit Hilfe dessen Sie gleichzeitig in mehreren Suchmaschinen recherchieren können.
Suchmaschine
Online-Angebot, dass die Stichwort-Suche nach im Internet veröffentlichten Dokumenten ermöglicht.
Supervision
Supervision ist eine berufsbezogene Beratungsform, die der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der fachlichen Arbeit dient. Supervision wendet sich an Personen die sich in Berufen mit hoher sozialer Verantwortung und hoher emotionaler Belastung befinden und aufgrund dieser Belastung eine regelmäßige "Auszeit" benötigen, um ihre Arbeitssituation zu reflektieren und Klärungen vorzunehmen, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Fortsetzung ihrer Arbeit sind.
Synchrone Kommunikation
Als synchron wird eine Kommunikation bezeichnet, wenn Sender und Empfänger in "Echtzeit" miteinander agieren. Zu den synchronen Kommunikationsformen im Intra- oder Internet zählen Chats, Audio- und Videokonferenzen oder im Zuge des Application-Sharings auch der gleichzeitige Zugriff mehrerer Personen auf eine gemeinsame Arbeitsfläche oder -umgebung.
Tafel
Taktierung
Teamorientierte Lernformen
In teamorientierten Lernorganisationen eignen sich SchülerInnen Informationen selbst an und sind in die Gestaltung des Lehr- und Lernprozesses eingebunden. Einsichten in historische Prozesse werden ermöglicht und die Anwendung historisch - kritischer Methoden geübt. Teamorientierte Lernorganisationen sind Grundelemente für die prozessorientierte Didaktik.
Teleprompter
Text
Sprachliche Einheit, die eine Reihe von Kriterien erfüllt, die auf einen inneren Zusammenhang weisen. Die Untersuchung von Texten befasst sich mit der Einstufung des jeweiligen Textes in Textsorten und (literarische) Gattungen, z.B. wissenschaftliche, lyrische, episch, satirische Texte, Bericht, Reportage, aber auch Gebrauchstexte.
Text - Bildschere (Wember)
Das Text- Bildverhältnis kann die Verständlichkeit und somit die Wirkung eines Beitrages beeinflussen.
Textanalyse
Methode zur Analyse von Texten. Der anfänglich engeren Bedeutung von "Text" entsprechend fand die Textanalyse vornehmlich für literarische Texte Anwendung. Heute kann jedoch jede Art von Text Gegenstand der Textanalyse sein (z.B. auch Kochrezepte, Gebrauchsanleitungen, ...).
Bei der Textanalyse werden die Texte vor allem auf zweierlei Fragen hin untersucht: Was ist die Intention des Autors und was die Wirkung auf den Leser?
Textänderung in Zitaten
Veränderungen in Zitaten dürfen nur nach bestimmten Regeln vorgenommen werden – wobei sich die Aussage eines zitierten Texts nicht verändern soll.
Thema
Zentraler zu behandelnder Gegenstand einer (wissenschaftlichen) Arbeit; Leitgedanke einer Arbeit; die zentrale Idee, die Gegenstand der Erörterung ist; der Fokus einer Aufgabe. Etwas allgemeiner kann das Thema aber auch der Gesprächsstoff sein.
Theorie
Theoretische Reflexion ist ein Bestandteil der geschichtswissenschaftlichen Arbeit. Jede Fragestellung, die Auswahl der Quellen sowie die Argumentation orientieren sich - oft implizit - an bestimmten Annahmen darüber, wie z.B. Gesellschaften aufgebaut sind oder wie sie funktionieren. Was gefragt und wie beschrieben wird, ist also durch Theorie strukturiert. Auch wenn sich das Wissen über verschiedene Theorien, Forschungsansätze und Konzeptionen erst im Laufe des Studiums formieren wird, sollte auch zu Beginn des Studiums der Erkenntnis Rechnung getragen werden, dass Theorie verwendet und gebraucht wird.
Thesaurus
Geordnete Wortliste, in der zu jedem Wort nicht nur allfällige Synonyme und gegensätzliche Begriffe (Antonyme) sondern auch allgemeinere Begriffe (Oberbegriffe) und speziellere Begriffe (Unterbegriffe) eingetragen sind.
Thesenpapier
Das Thesenpapier dient den Zuhörern eines Referats als Leitfaden und sollte zudem die Grundlage bzw. Anregungen für anschließende Diskussionen bieten. Es sollte daher stichwortartig bzw. in kurzen Sätzen Aufbau und Gliederung Referats sowie die wichtigsten Thesen beinhalten.
Das Thesepapier sollte ein Länge von drei Seiten nicht überschreiten und im Kopf die gleichen Angaben wie das Deckblatt einer schriftlichen Arbeit aufweisen.
In der Regel wird das Thesenpapier kopiert und vor dem Vortrag an die Zuhörer vereilt. Ergänzend oder alternativ dazu kann das Thesenpapier auch in Form von Folien oder anderen Präsentationsmedien vorgestellt werden.
Titelangaben
Unter Titelangaben versteht man all jene Informationen über ein Buch, einen Aufsatz etc., die ein Wiederauffinden der Werke in Datenbanken, Bibliotheken und Buchhandlungen ermöglichen. Dazu gehören Vorname und Zuname des/der Autor/innen, Titel und Untertitel des Werks, Publikationsort und -jahr, Auflage. Bei Zeitschriftenaufsätzen zudem: Titel der Zeitschrift, Seitenangaben, Jahrgang, Heftnummer. Bei (Aufsätzen in) Sammelbänden zudem: Herausgeber/innen (Vor- und Zunamen), Titel des Sammelbandes (Haupt- und Untertitel), Seitenangaben.
Tonbandkassetten
Tonbandkassetten bestehen aus magnetischen Bändern, auf denen akustische Signale gespeichert sind. Sie werden mit einem Kassettenrecorder abgespielt. Wichtig ist dabei, dass der Recorder ein Zählwerk hat, damit man beim wiederholten Anhören bestimmter Tonaufnahmen schnell wieder die richtige Stelle findet.
Tonquellen
Unter Tonquellen/Tondokumenten versteht man historische Tonaufzeichnungen von vergangenen Ereignissen, wobei eine "signifikante zeitliche Differenz zwischen [...] Entstehungszeit und der gegenwärtigen Nutzung" (Pandel & Schneider, 2002, S.8) aufzuweisen sein muss. Dabei kann es sich z.B. um politische Reden, Parlamentsdebatten, historische Radiosendungen, Interviews, private Tonaufnahmen (z.B. von Kindern) u.ä. handeln.
Transliteration
Transliteration wird die buchstabengetreue Wiedergabe eines nicht in lateinischen Buchstaben geschriebene Wortes in eine Schrift mit lateinischen Buchstaben bezeichnet.
Trunkierung
Ersatz des Wortendes eines Suchbegriffs durch ein Jokerzeichen wie z.B. * oder ?; Sie können dadurch nach verschiedenen Endungen desselben Wortstamms suchen.
TV
TV/Fernsehen bezeichnet Echtzeitübertragung von bewegten und unbewegten Bildern und Ton mittels elektromagnetischer Strahlung oder über elektrische Leitungen (Kabel).
Typographie
Mit dem Aufkommen des Buchdrucks entstand die Typographie, die sich mit der historischen und aktuellen Entwicklung des Buchdrucks und von Druckschriften beschäftigt.
Umwelt
Umwelt, wird die den Menschen umgebende Welt bezeichnet.Vielfach wird sie mit Natur gleichgesetzt, ebenso mit Ökologie.
Unselbständige Literatur
Texte, die als Teil von selbständiger Literatur erscheinen, wie z.B. Zeitschriftenaufsätze, Artikel in Sammelbänden oder Lexikonartikel.
Unterrichtsanalyse
Unterrichtsbeobachtung

Unterrichtsbeobachtung ist die theoriegeleitete, methodenbewusste, auf Intersubjektivität der Beobachtungsergebnisse zielende Erfassung sinnlich
wahrnehmbarer Tatbestände des Unterrichtsgeschehens, wobei der/die BeobachterIn dem Unterrichtsgeschehen gegenüber eine bestimmte Haltung einnimmt.

Unterrichtsgesprächen
Alle Arten von Unterrichtsgesprächen, die zu den aktivierenden Methoden gezählt werden, dienen dazu, allen Lernenden die Möglichkeit zu bieten eigene Sichtweisen, Informationen oder Standpunkte in den Unterricht einzubringen.
Unterrichtsplanung
URL (Uniform Resource Locator)
Der Uniform Resource Locator ist die exakte Bezeichnung - oder die "Adresse" - einer Ressource im Internet. Nach einer einheitlichen Struktur enthält ein URL alle Angaben, die der Browser braucht, um eine bestimmte Datei auf einem bestimmten Server zu lokalisieren und eine Verbindung zu ihr aufzubauen.
Am Beispiel des URL
http://www.geschichte-online.at/pfad/bsp.htm
bezeichnet die Angabe
1. http:// das Hypertext Transfer Protocol, das für die Verbindung zu verwendende Übertragungsprotokoll;
2. www. das World Wide Web, den zu nutzenden Kommunikationsdienst im Internet. Anstelle des Dienstes kann im URL auch eine Sub-Domain stehen (s.u. das Beispiel http://hypertextcreator.univie.ac.at)
3. geschichte-online.at die Domain, die virtuelle "Region" auf einem physikalischen Server, die vom Browser aufgesucht werden soll. Eine Domain ist mindestens zweiteilig und hierarchisch von rechts nach links zu lesen:
(Third-Level- oder
Sub-Domain)
.(Second-Level-)
Domain
.Top-Level-Domain

.geschichte-online.at
hypertextcreator.univie.ac.at
4./pfad/bsp.htm den Verzeichnispfad zu einer ganz bestimmten Datei auf dem angesprochenen Webserver.
Veränderungslernen
Veränderungslernen findet statt wenn eine Differenz zwischen Ist- und Soll-Wert korrigiert wird, indem zuerst die existierenden Normen, Vorgehensweisen und Ziele überprüft und anschließend gegebenenfalls verändert werden. Veränderungslernen beinhaltet das Verändern des Wissens oder der Kompetenzen einer Organisation. Evaluation hat beim Veränderungslernen mehr reflexiven Charakter als beim Anpassungslernen.
Video
bezeichnet eine Technik über die bewegte Bilder in Kombination mit Ton aufgenommen und wiedergegeben werden können. Die durch die Aufnahme über ein Objektiv gewonnen Helligkeitsinformationen werden in ein elektronisches Signal umgewandelt, das auf einem Videoband (Videokassette) gespeichert wird.
Videokassetten sind somit Speichermedien für bewegte Bilder, die über den Videorecorder abgespielt und auf dem Bildschirm oder durch die Projektion auf die Leinwand über einen Beamer sichtbar gemacht werden.
Video in der LehrerInnenausbildung
Die Videografie von Unterricht ermöglicht die multiperspektivische Rekonstruktion von Unterricht, Reflexionsprozesse zu initiieren und zu nutzen sowie das Verständnis und die Erweiterung eigener Handlungs- und Denkmuster  durch die Wahrnehmung eigenen oder fremden Unterrichts zu fördern.
Video on demand

TV on Demand bietet den FernsehzuseherInnen die Möglichkeit, bestimmte Fernsehsendungen individuell auszuwählen und zusammenzustellen.

Visualisierung
Visualisierungen sind bildhafte, gelegentlich mit Ton verbundene, Umsetzungen von Inhalten/Informationen zur Unterstützung des gesprochenen Wortes. Sie können auf Folien, Flip-Charts, Pinwänden oder auch in Form von Videos oder Dias oder anderen Präsentationsmedien dargestellt werden.
Volksbefragung

Direktdemokratisches Instrument zur Erkundung der Meinung der wahlberechtigten EinwohnerInnen, dem aber keine Verbindlichkeit zukommt.

Volksempfänger und Deutscher Kleinempfänger (DKE)
Der Volksempfänger VE 301W wurde 1933 zum Preis von 76 Reichsmark auf den Markt gebracht. "301" stand für das Datum der Machtergreifung Hitlers (31.3.1933). Ab 1938 gab es ein noch günstigeres Gerät, den VE 301dyn. Laut Regime sollte jeder Haushalt mit einem Radiogerät ausgestattet sein, damit überall im "Deutschen Reich" die Stimme des Führers im Radio gehört werden konnte.
Mit diesem Gerät war nur der Empfang der deutschen Reichssender möglich.
Der Deutscher Kleinempfänger (DKE 38): kam 1938 auf den Markt und war noch günstiger: er kostet nur 35 Reichsmark.
In Österreich wurde der DKE vor allem im Weihnachtsgeschäft zum Verkaufsrenner. Im Volksmund hieß das Gerät "Goebbels-Schnauze", da häufig die Reden des Propagandaministers übertragen wurden.
Vorlesung
Eine Vorlesung, eine hierarchische Lernorganisation, ist eine über ein oder mehrere Semester gehende Reihe von Vorträgen, die in einem thematischen Zusammenhang stehen.
Vortrag
Wahlen

Unter einer (politischen) Wahl versteht man die Entscheidung einer Personengruppe (Wahlberechtigten) mithilfe eines festgelegten Verfahrens (Wahlsystem) eine oder mehrere Personen  oder eine Parteiliste für einen festgelegten Zeitraum (Funktionsperiode) für eine Funktion (z.B. Bundespräsident) oder ein Gremium (z.B. Nationalrat) zu bestimmen.

Walli, Eldon
* 1913, Sohn eines Wiener Autohändlers, ab 1920 Mitglied des deutschen Turnerbundes, als 14jähriger trat er der Hitlerjugend bei. Im Februar 1931 NSDAP-Mitglied, wenig später trat er der SS bei. War als Propagandaleiter und als SS-Truppenführer tätig, Nachdem Walli im November 1933 vom Bezirksgericht Baden wegen Hochverrats und Geheimbündelei verurteilt worden war, drohte ihm im März 1934 eine Anklage wegen Hochverrats und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Er floh nach Deutschland. Zum Hörfunk stieß er 1937. Zurück nach Österreich kam Walli im Zuge des "Anschlusses": als Reporter der Reichsrundfunkgesellschaft begleitete er am 12. März 1938 den Einmarsch der Truppen in Kufstein. Wenige Tage später war er Journalist im "gleichgeschalteten" Wiener Rundfunk ("Zeitfunk"). Später wechselte er von der politischen Berichterstattung zur Unterhaltung und moderierte die Schallplattensendung „Fröhlich wollen wir den Tag beginnen“. Im Laufe des Polenfeldzuges wurde er zur deutschen Wehrmacht eingezogen - als Sonderführer einer Propagandakompanie. Wieder zurück in Wien moderierte er u.a. das "Wunschkonzert" und machte für den Reichssender Propagandareisen an die "Westfront". Nach Kriegsende kam Walli zum US-Sender Rot-Weiß-Rot und arbeitete dort unter Pseudonymen wie etwa William Hamburger oder Balduin. Im November 1949 wurde er entlassen. Bald interessierten sich die Volksgerichte Linz und Wien für seine NS-Vergangenheit. Anfang der 1960er Jahre erhielt Walli wieder die österreichische Staatbürgerschaft. Vor seinem Tod führte er ein Schallplattengeschäft am Graben im ersten Wiener Bezirk.
WBT (Web Based Training)
Webbasierte Kurse sind E-Learning-Anwendungen, die über Inter- oder Intranet zur Verfügung gestellt werden. Sie bieten prinzipiell die gleichen Möglichkeiten wie die Computer Based Trainings (CBT), mit integrierten internetbasierten Funktionen wie E-Mail, Foren, Chats darüberhinaus interaktive Kommunikationskanäle zwischen Lernenden und Lehrenden. Auch die Zugangsmöglichkeiten zu den Lerninhalten sind erweitert, da der Lernende für die Ausführung von WBTs keine speziellen Anwendungen (auf CD-Rom, DVD), sondern in der Regel nur die standardisierten Programme und Applikationen (Browser, PlugIns, AddOns) benötigt. Gerade dieser sehr hohe Distributionsgrad von webbasierten Lerninhalten ist für Produzenten von Lernprogrammen mitunter ein Grund auf CBTs zurückzugreifen: Nicht jedes Wissen soll kostenlos zugänglich sein, manchmal schränken z.B. Copyrights die freie Nutzung integrierter Medien (z.B. Bilder) ein. Andersherum kann sich das Internet geradezu als Zugangsschwelle zu speicherintensiven Multimediaproduktionen (z.B. Videos, Synchrone Abläufe verschiedener Medien) erweisen, wenn etwa zu erwarten ist, dass die Zielgruppe nicht über einen entsprechend leistungsstarken Netzzugang oder Computer verfügt.
Webdidaktik
Weiße Tafel
Weiße Tafeln (oft auch Whiteboards genannt) haben Beschichtungen aus Kunstharz oder Emaille. Sie werden mit speziellen Stiften ("Whiteboardmarker") beschrieben, die mit einem trockenen Tuch gelöscht werden können. In ihrer Verwendung sind die Weißen Tafeln den Kreidetafeln sehr ähnlich. Weiße Tafeln mit einer Oberfläche aus Stahlemaille können auch wie Magnettafeln benutzt werden.
Wissen
Kenntnis von Sachverhalten, Fertigkeiten, Regeln und Reflexionsfähigkeit. Wissen dient zur Orientierung und als Handlungsgrundlage.
Wissenschaftliche Arbeiten
Wissenschaftliche Arbeiten sind die Endprodukte wissenschaftlicher Arbeitsprozesse. In ihnen werden die Resultate wissenschaftlichen Arbeitens systematisch und überprüfbar dargestellt.
Die überwiegende Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse geschieht in Form von schriftlichen Arbeiten, wobei jedoch auch andere Medien wie zum Beispiel Film verwendet werden können.
Wissenschaftliches Arbeiten
Unter wissenschaftlichem Arbeiten versteht man einen Arbeitsprozess, bei dem Erkenntnisse methodisch (regelgeleitet) erarbeitet und unter Anwendung wissenschafltlicher Techniken (z.B. Überprüfbarkeit) dargestellt werden.
Wochenschau
Periodische Filmberichterstattung im Beiprogramm von Filmtheater-Vorstellungen. Normalerweise wöchentlich. Gehört zur Kategorie des Kurzfilms und hat eine durchschnittliche Länge von 300 – 400 Metern (10 – 15 Minuten).
WWW
Das World Wide Web ist ein weltweites Netzwerk von internetgestützten Dateien und Datenbanken. Die Dateien sind standardmäßig in einer derartigen Syntax abgespeichert, dass sie von verschiedenen Internetbrowsern interpretiert und am Computerbildschirm dargestellt werden können
Wörtliches Zitat
Beim wörtlichen Zitat werden Textstellen quellengetreu übernommen, also zum Beispiel auch ältere Schreibungen oder Tippfehler; auch Textformate wie Fett- oder Kursivschreibungen sollen in das Zitat eingehen.
Zeitmanagement
Zeitschriftenfreihandmagazin
Traditionellerweise Bezeichnung für einen öffentlich zugänglichen Bereich einer Bibliothek, in dem die zumeist zu Jahrgangsbänden gebundenen Zeitschriften aufbewahrt werden. Zugleich Name eines Online-Angebots, das Inhaltsverzeichnisse geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften zur Verfügung stellt.
Zeitungen und Zeitschriften
Zeitungen und Zeitschriften sind Informationsmedien, die auch für den Geschichtsunterricht genutzt werden können. Sie können auf mehrere Arten in den Unterricht eingebunden werden: Zeitungen können als aktuelle Informationsquelle verwendet werden, sie können selbst hergestellt werden, und historische Zeitungen können als "Schriftliche Quelle" verwendet werden.
ZeitzeugInnen
Zeitzeugen sind Personen, die über ihre erlebte Vergangenheit berichten. Mit der Hinwendung zu "Oral History" in den 1970ern entstand auch in den Schulen Interesse an Erzählungen von ZeitzeugInnen. In Deutschland und Österreich geschah das vor allem im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus. Seit dem Ende der 1970er existiert in Österreich das ZeitzeugInnenprogramm des Bildungsministeriums.
Zettelkatalog
Ein Zettelkatalog ist ein aus Karteikarten bestehender Bibliothekskatalog, der die Buchtitel in alphabetischer Reihenfolge entweder nach dem Namen des Autors/der Autorin oder nach dem Schlagwort verzeichnet.
ZiB
Zeit im Bild ist die Nachrichtensendung des Österreichischen Rundfunks.
Zirkuläres Modell
Das Zirkuläre Modell der Didaktik ist ein didaktisches Modell, welches erstmals eine adäquate Darstellung der Komplexität des Lernprozesses ermöglicht. Es kann sowohl für die Beobachtung von Unterrichtsgeschehen, für die Beschreibung und Reflexion von Lernprozessen, als auch für die Unterrichtsplanung eingesetzt werden.
Zitat
Ein Zitat ist eine wörtliche oder sinngemäße Textübernahme aus der Literatur oder aus Quellen. In der Text- und Diskursanalyse spricht man in diesem Zusammenhang auch von "manifester Intertextualität", die vorliegt, wenn 'fremde' Texte in einen Text eingebaut werden. Quellen- und Titelnachweise zu Zitaten erfolgen je nach Belegverfahren im Text selbst oder im Anmerkungsapparat (in Form von Fuß- oder Endnoten).
Zitat aus dem Internet
Die Frage, ob Texte, die im Internet veröffentlicht wurden, ebenfalls zitiert werden dürfen, lässt sich derzeit leider nicht allgemein beantworten. Zwar sehen immer mehr Lehrende diese Veröffentlichungsform als zitierfähig an, es gibt aber immer noch viele, die dieses Medium als zu flüchtig, unsicher und deshalb jenseits der wissenschaftlichen Qualitätsstandards sehen.
Zitat aus zweiter Hand
Bei Zitaten aus zweiter Hand handelt es sich um Textstellen, die nicht aus dem Original, sondern aus einem anderen Werk nommen wurden. Zitate aus zweiter Hand müssen kenntlich gemacht werden, etwa durch "zitiert nach:" in den Fuß-/Endnoten. Um eine Weitergabe von Falschzitaten zu vermeiden, sollte wenn möglich aus dem Original zitiert werden.
Zitat im Zitat
Zitate im Zitat stellen einen Sonderfall des wörtlichen Zitats dar. Hier wird ein Text zitiert, in dem bereits ein wörtliches Zitat vorhanden ist. Für die Schreibung des Zitats im zitierten Text werden einfache Anführungszeichen (Apostrophe) verwendet.
Zitationsindex
Bibliographische Datenbank, die nicht nur die bibliographische Angaben von wissenschaftlichen Texten enthält, sondern darüber hinaus die von diesen zitierte Literatur.
Zitierregeln
Unter Zitierregeln werden die formalen Richtlinien für die Gestaltung der Literaturhinweise verstanden. (Manchmal fallen unter diesen Begriff auch die Ritchtlinien für das Verfassen von Zitaten.)
Öffentlicher Raum

Territorium, das nur fußläufig und ohne Zugangsbarriere (z.B. Eintritt) nutzbar ist. 

Öffentlicher Raum

Territorium, das nur fußläufig und ohne Zugangsbarriere (z.B. Eintritt) nutzbar ist.

Übungen und Praktika
Übungen und Praktika
Übungen und Praktika dienen der Erprobung, Anwendung und Erweiterung von erlernten Kenntnissen und Fähigkeiten. Übungen werden an der jeweiligen Ausbildungsstätte abgehalten. Praktika finden hingegen außerhalb statt und ermöglichen einen Einblick in den zukünftigen Arbeitsalltag.

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